Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kiel Noch ein Leuchtturmprojekt für Gaarden
Kiel Noch ein Leuchtturmprojekt für Gaarden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 28.11.2018
Von Karen Schwenke
So könnte der Ostufer-Campus der Universität in Kiel-Gaarden langfristig aussehen: In einem ersten Bauabschnitt sollen bis 2023 ein Hörsaalgebäude (lila) und ein Forschungsneubau (blau) errichtet und zwei bestehende Gebäude zurückgebaut werden. In der Mitte soll anschließend der Campusplatz liegen. Längerfristig sind ein Studentenwohnheim (gelb) und weitere Forschungsbauten (grün) möglich. Einige bestehende Gebäude bleiben (rot). Quelle: Victoria von Gaudecker Architektur & BL9 Landschaftsarchitekten
Kiel

Die Technische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit Sitz auf dem Gelände der ehemaligen Kaiserlichen Werft in Kiel-Gaarden soll städtebaulich neu gestaltet werden. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten Vertreter von Land, Stadt, Universität und des landeseigenen Gebäudemanagements (GMSH) am Montagabend. In Planung sind mehrere neue Forschungs- und Lehrgebäude, dabei soll erstmals der Ostufer-Campus in Richtung Stadtteil räumlich geöffnet werden.

Der erste Bauabschnitt für 33,3 Millionen Euro soll bis 2023 fertig sein

Der erste Bauabschnitt soll bereits zwischen 2021 und 2023 realisiert sein. Über 33,3 Millionen Euro, teils EU-Mittel, fließen dabei in zwei Neubauten: An der Ecke Elisabethstraße/Norddeutsche Straße wird ein neues Hörsaalgebäude errichtet, das auch Seminarräume, eine Fachbibliothek und ein Café beherbergt. Es bildet den neuen Eingang zum Ostufer-Campus und verbindet die Fakultät mit dem Stadtteil Gaarden. Außerdem entsteht ein ganz neues Zentrum für vernetzte Sensorsysteme, ein moderner Forschungsneubau mit Laboren.

Ausbaupotenzial für weitere Forschungsgebäude und ein Studentenwohnheim

Anschließend soll in der Mitte des 30.000 Quadratmeter großen Areals erstmals ein lebendiger Campusplatz mit Grünflächen eingerichtet werden. Von hier aus gibt es einen Zugang zu allen Institutsgebäuden und einen Übergang zum Werftpark. Auch ein Studentenwohnheim und zwei weitere Neubauten hat die Münchener Architektin Victoria von Gaudecker in ihren Entwürfen berücksichtigt; Zeitplan und Finanzierung sind hierbei aber noch offen.

Grund für die Neugestaltung: Steigende Studierendenzahlen und Sanierungsbedarf

Die Neugestaltung der Technischen Fakultät mit den Instituten für Materialwissenschaft, für Elektro- und Informationstechnik sei laut Claudia Ricarda Meyer wegen steigender Studierendenzahlen und maroder Gebäude dringend erforderlich. Die CAU-Kanzlerin kritisierte den Status quo: Die bauliche Substanz stehe in keinem Verhältnis zu den exzellenten Forschungsaktivitäten. Und: „Eine Universität mit Maschendrahtzaun gibt kein gutes Bild nach draußen.“ Wie die anderen Unterzeichner des Rahmenplans lobte Meyer mehrfach die Einbeziehung des Campus in den Stadtteil. Stadträtin Doris Grondke befand: „Wenn die Insellage der Fakultät aufgelöst wird und sich der Campus zum Stadtteil öffnet, profitieren beide Seiten von diesem Schritt.“

Weitere Nachrichten aus Kiel finden Sie hier.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Kiel KN-Knusperhausaktion - Bauen ist wichtiger als gewinnen

Seit Dienstag wurden die Knusperhäuser für den KN-Wettbewerb abgegeben. Ab Donnerstag können alle essbaren Meisterwerke der jungen Bäcker in den Schaufenstern der Kieler Nachrichten bewundert werden. Zum ersten Mal gibt es ein Passanten-Voting.

28.11.2018

An diesem Freitag geht es im Audimax der Christian-Albrechts-Universität nicht ums Lernen. Zur Vorstellung des Kultfilms "Feuerzangenbowle" erwartet das Unikino "Filmriss" rund 1000 Zuschauer. Für diese gibt es Mitmachregeln und Flaschenverbote.

27.11.2018
Kiel Raser von Mettenhof - Kammer hebt Freispruch auf

Der tödliche Unfall vom 18. Dezember 2015 auf dem Skandinaviendamm in Kiel-Mettenhof wäre vermeidbar gewesen, wenn sich der Autofahrer an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit gehalten hätte. Die 4. Berufungskammer des Kieler Landgerichts hob am Dienstag den Freispruch der ersten Instanz auf.

Thomas Geyer 27.11.2018