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Flughafen-Befürworter bündeln Kräfte

Neue Initiative Flughafen-Befürworter bündeln Kräfte

Eine neue Initiative will Argumenten gegen eine mögliche Schließung des Flughafens Holtenau mehr öffentliches Gehör verschaffen. Deshalb gründeten fünf Unternehmer die GmbH "Pro Flughafen", um Geld für Werbekampagnen zu beschaffen.

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Auch künftig sollen Flugzeuge wie dieser Businessjet Cessna 560 auf dem Holtenauer Flughafen landen können. Dafür will sich die neue Initiative Pro Flughafen Kiel in den kommenden Wochen bis zum Bürgerentscheid massiv einsetzen.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. „Damit wollen wir all den anderen Gruppen und Einzelpersonen, die sich ebenfalls für den Erhalt des Airports einsetzen, bis zum Bürgerentscheid am 6. Mai eine Kommunikationsplattform bieten“, erklärte der Sprecher der Initiative, Alexander Eck.

In den nächsten Wochen bis zum Bürgerentscheid gehe es darum, den „vernünftigen Stimmen“ zum Erhalt des Flughafens öffentlich stärker als bisher Gehör zu verschaffen – zum Beispiel durch Plakate, Flyer oder Kampagnen in sozialen Netzwerken. Das dafür nötige Geld will die Initiative gemeinsam mit ihren Partnern einwerben.

Ohne Flughafen drohen Verlust von Aufträgen und Arbeitsplätzen

Eine Landeshauptstadt ohne Flughafen – das kann und will sich der IT-Unternehmer nicht vorstellen. „Ohne ihn werden wir Provinz. Er schafft Anschluss an die großen Märkte in Deutschland und Europa.“

Schließlich sei Kiel ein starker Wirtschaftsstandort mit Auftraggebern aus aller Welt. So erwarteten Großkunden von Werften und Maschinenbauern schnelle Erreichbarkeit. Ohne Flughafen bestehe die Gefahr des Verlustes von Aufträgen und damit von Arbeitsplätzen.

Auch für Organtransporte ist der Airport wichtig

Auch aus medizinischer Sicht sei der Erhalt unverzichtbar – insbesondere beim Transport von Organen für eine Transplantation. „Hier kommt es auf jede Minute an“, betonte der Chirurg am Uni-Klinikum Prof. Felix Braun. So sei ein Herz maximal vier Stunden lang haltbar.

Aus Sicht der Ex-Kreisvorsitzenden der Grünen, Oliver Pohl, muss der Flughafen als Standort für innovative Mobilitätstechnologie inklusive Ansiedlung neuer Betriebe erhalten und ausgebaut werden. So seien Flugzeuge mit Elektroantrieb längst keine utopischen Fantasien mehr: „Die ersten werden derzeit schon gebaut. Wenn Kiel seinen Flughafen aufgeben sollte, wären wir von diesem Innovationsschub endgültig abgekoppelt.“

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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