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Kiel Der Frachtjumbo für Kiel kann kommen
Kiel Der Frachtjumbo für Kiel kann kommen
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08:07 26.11.2018
Von Frank Behling
Die neuen Transportfahrzeuge sind schon da: Die Firma Sartori & Berger rüstet sich für den Ausbau des Norwegenverkehrs. Quelle: Frank Behling
Kiel

„Hier tut sich einiges. Wir bereiten uns auf den Start der ,Color Carrier’ vor“, sagt Jens-Broder Knudsen, Geschäftsführer der Agentur Sartori & Berger. Die „Color Carrier“ soll ab 2019 neben den beiden Passagierschiffen als drittes Schiff die Route Kiel-Oslo befahren. Bis zu 36.000 Lastwagen und Container sollen so zusätzlich pro Jahr befördert werden. „Das haben wir zum Anlass genommen und kräftig in neues Gerät investiert“, erzählt Knudsen. Da möglichst viel Ladung auf die Schiene soll, wird der Gleisanschluss des Norwegenkais in Gaarden modernisiert. Die Firma Sartoi & Berger ist seit Eröffnung der Fährlinie 1961 der Frachtagent für die Norweger in Kiel.

„Color Carrier“ soll dreimal wöchentlich in Kiel be- und entladen werden

Die Kieler Firma profitiert davon, wenn bald dreimal wöchentlich die „Color Carrier“ am Norwegenkai be- und entladen werden muss. Immer dienstags, donnerstags und sonnabends, so der Plan, wird das Schiff jeweils abends in Kiel abgefertigt. Ein Großteil der Lastwagen und Container soll direkt vom Schiff auf Züge gehoben werden. Dafür kommen zwei Container-Stapler zum Einsatz, sogenannte Reach Stacker. „Wir haben uns für ein Reach Staker von Kone entschieden, da sie besonders gut geeignet sind“, sagt Adrian Jensen, der Leiter der Stauerei bei Sartori & Berger.

Im Hafen der österreichischen Hauptstadt Wien stand so ein Gerät des finnischen Kranherstellers Kone. Ein ähnlicher Kraftprotz kommt demnächst noch aus dem Hafen von Budapest. „Außerdem haben wir fünf neue Zugmaschinen für den Umschlag von Trailern angeschafft“, sagt Geschäftsführer Knudsen. Insgesamt investiert das Unternehmen gut eine Million Euro in neues Gerät.

Ziel ist es, möglichst viel Ladung über die Schiene weiterzutransportieren

Beim Seehafen wird ebenfalls kräftig investiert. Da sich der Verkehr am Norwegenkai in etwa verdoppeln wird, muss der Bahnanschluss vom Bahnhof über Werftbahnstraße zum Norwegenkai erweitert werden. Ziel ist es, einen möglichst hohen Ladungsanteil auf die Schiene zu verlagern.

Gleichzeitig werde geprüft, ob die „Color Carrier“ während der Hafenliegezeit ab dem Frühjahr gemeinsam mit den Passagierfähren auch mit Landstrom versorgt werden kann.

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