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Frau über 95000 Kirchenmitglieder

Neue Pröpstin Almut Witt Frau über 95000 Kirchenmitglieder

Almut Witt heißt die neue Kieler Pröpstin. Die Synode des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein entschied sich in St. Nikolai im dritten Wahlgang mit der absoluten Mehrheit von 56 Stimmen für die 54-jährige Pastorin aus der Kirchengemeinde Borby-Land (Eckernförde).

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Die 54-jährige Pastorin Almut Witt tritt am 1. September ihr Amt als Pröpstin an.

Quelle: rik: Rainer Krüger

Kiel. Damit setzte sie sich gegen Pastor Jens Voß aus Kiel-Holtenau und die Pastorin Renate Fallbrüg aus Hamburg durch. Witt, die ihr Amt am 1. September antritt, ist nun für zehn Jahre als Pröpstin der Propstei Nord des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein gewählt. Das Gebiet umfasst 20 Kirchengemeinden sowohl in Kiel als auch rund um die Förde. Sie ist für rund 95000 Kirchenmitglieder zuständig und Vorgesetzte von rund 50 Pastoren. Witt ist die erste Frau in dieser Position in Kiel. „Den Ausschlag für meine Person könnte gegeben haben, dass ich in einer guten Mischung mit Kiel vertraut bin, aber trotzdem von außen komme“, so Witt hinterher. In Zukunft leitet sie mit den Propstkollegen Stefan Block (Neumünster) und Kurt Riecke (Bad Bramstedt) den Kirchenkreis Altholstein.

Mehr Raum und Kraft, Kirche zu gestalten

Die in Kiel geborene und aufgewachsene Theologin zog überraschende Parallelen zwischen den Herausforderungen in ihrer bisherigen Region Schwansen und der Landeshauptstadt. „Wir dürfen uns hier wie dort nicht vom Rückgang der Mitglieder- und Pastorenzahlen in den kommenden Jahren überrennen lassen“, so ihre Überzeugung. Für die Kirchengemeinden der Stadt gelte es vielmehr, ihr jeweiliges Profil zu entdecken, und zwar nicht in Konkurrenz, sondern in der Vielfalt untereinander. „Es geht nicht zuletzt darum, Dinge zu lassen, die nicht mehr notwendig von uns getan werden müssen. Dadurch schaffen wir Raum und Kraft, Kirche zu gestalten mit dem, was uns wirklich ausmacht: Das Evangelium auch morgen noch zu verkünden.“ Deshalb wolle sie Veränderungen mutig angehen und einen Rahmen schaffen, der gerade auch Ehrenamtliche zu diesen Schritten ermutigt und befähigt.

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