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Lebensqualität im Kieler Süden

Neuer Stadtteil Lebensqualität im Kieler Süden

„Der Kieler Süden wird eine Verbindung verschiedener Nachbarschaften im Grünen mit sozialem Zusammenhalt und angenehmer Lebensqualität für unterschiedliche Bewohner.“ Von diesem Konzept hatte der Dortmunder Stadtplaner Holger Hoffschröer bereits im Dezember die siebenköpfige Jury überzeugt.

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Viel Grün und eine Bebauung, die sich an die Topografie anschmiegt: So stellen sich die Architekten vom siegreichen Dortmunder Planungsbüro den Kieler Süden der Zukunft vor. Insgesamt soll der neue Stadtteil aus fünf Teilquartieren bestehen.

Quelle: REICHER HAASE ASSOZIIERTE

Kiel. Sein Planungsbüro „Reicher Haase Assoziierte“ (RHA) lieferte den Siegerentwurf für 1500 neue Wohneinheiten im Kieler Süden. Zu dem Konzept gehören auch fünf Kindertagesstätten. Der Entwurf aus Dortmund sieht vor, dass der Kieler Süden mit seinen 95 Hektar Gesamtfläche aus fünf Teilquartieren auf einem Bauland von 45 Hektar besteht. „Jedes einzelne Quartier bekommt eine Kindertagesstätte und einen zentralen Platz als Quartiertreffpunkt in Nachbarschaft dieser Kita“, erläutert Stadtplaner Hoffschröer. Im Zentrum soll es einen größeren Platz geben, an dem sich eine kleinteilige Versorgungsstruktur befindet, eine Schule sowie eine Mobilitätsstation mit Bushaltestelle und einem Anlaufpunkt für Carsharing.

„Das besonders Spannende und auch Herausfordernde war bei diesem Projekt, eine Verbindung zwischen Stadt und Dorf herzustellen“, erzählt Hoffschröer. „Der Kieler Süden ist gar nicht so weit weg von der Stadt und hat gleichzeitig ein großes landschaftliches Potenzial. Das galt es mit einer Mischung unterschiedlicher Wohnformen in Einklang zu bringen.“ Im neuen Kieler Süden sollen Familien mit Kindern genauso ihren Platz finden wie Alleinstehende, Wohngemeinschaften und Senioren. Dafür sorgen sollen Einfamilienhäuser, Geschosswohnungen – mit maximal drei bis vier Geschossen – sowie seniorengerechtes und „zukunftsgerechtes“ Wohnen. Für Letzteres sieht das Büro RHA spezielle Demenz-WGs vor.

Eine besondere Lebensqualität versprechen sich die Dortmunder Planer von den vielen Grünflächen und der Berücksichtigung der Topografie. „Die Straßen und Plätze schmiegen sich in diese Hügellandschaft ein“, so Hoffschröer. Knicks und Wasserläufe würden in den öffentlichen Raum integriert.

Kiels Baudezernentin Doris Grondke freute sich, dass die Wahl des Siegerentwurfs innerhalb der Jury einstimmig getroffen worden war. „Wir sind sehr glücklich, dass Sie gewonnen haben, denn Ihr Projekt geht ans Herz“, kommentierte auch Joachim Balzer von den Linken Hoffschröers Entwurf. „Diese Planung unterscheidet sich wesentlich von seinen drei Mitbewerbern, die uns eher sachlich-nüchterne Entwürfe präsentierten. Hier aber wird sehr sensibel mit der Landschaft, die vorherrscht, umgegangen.“

Bis Freitag, 19. Januar, sind die eingereichten Entwürfe zum Kieler Süden einschließlich des Siegerentwurfs zwischen 8 und 18 Uhr im Foyer des alten Rathauses, Fleethörn 9, zu sehen.

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Ein Artikel von
Alev Doğan
Lokalredaktion Kiel/SH

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