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Kiel So könnte das neue Hotel in Kiel-Gaarden aussehen
Kiel So könnte das neue Hotel in Kiel-Gaarden aussehen
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17:34 22.11.2018
Von Martin Geist
Seitenansicht des geplanten Hotels mit Blick auf die Werftbahnstraße. Auch eine Stadtbahn hätte Platz, um an dem multifunktionalen Komplex vorbeizufahren. Quelle: Visualisierung: Büro MVRDV
Kiel-Gaarden

Am Eingang zum Kieler Stadtteil Gaarden soll ein neues Hochhaus entstehen, das auch ein Hotel beinhaltet. Die Fakten:

  • 64 Meter und 17 Stockwerke hoch
  • inklusive des für Wohnen und Gewerbe vorgesehenen Erweiterungsbaus 60000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche
  • inklusive Vier-Sterne-Hotel mit 250 Zimmern
  • ein Investitionssumme im gut zweistelligen Millionenbereich

Diese Zahlen kennzeichnen das Großprojekt, das am Ende der Gablenzbrücke einen der kultigsten Standorte in ganz Kiel markiert. Von 1991 bis 2002 erblickten in der Werftbahnstraße 8 die berühmten Werner-Comics das Licht der Welt, danach wurde aus dem Gebäude das Kreativzentrum W8, in dem heute etwa 120 Beschäftigte tätig sind.

Planer mit Hang zum Außergewöhnlichen

Schon wegen dieser Historie und Gegenwart soll dem Standort aus Sicht der Jury kein Allerweltsbau zugemutet werden. Womit die Entscheidung für die MVRDV-Architekten nahe lag. Die Planer mit Hang zum Außergewöhnlichen zeichnen unter anderem für den vielgerühmten niederländischen Pavillon zur Expo 2000 in Hannover und die zukunftsweisend konzipierte Markthalle in Rotterdam zuständig. Auch ihre Idee für Kiel kommt nicht von der Stange.

So sieht der Siegerentwurf des Büros MVRDV fürs Hochhaus an der Gablenzbrücke aus. Ganz so extrovertiert wird die Realisierung aber wohl nicht ausfallen. Quelle: Büro MVRDV

Statt auf einen starren Baukörper setzen sie nach eigener Aussage auf ein System, „das zur Mitgestaltung und zum Verrücken einlädt“. Einzelne Blöcke können laut Exposé horizontal verschoben werden, sodass „von einem normalen geraden Turm bis hin zu einem extrovertierten neuen Wahrzeichen für die Stadt Kiel“ alles möglich ist.

Vorgestellte Version "noch nicht das letzte Wort"

Die Version, mit der es die Jury zu tun hatte, kam eher extrovertiert daher und wird nach Auffassung von Baudezernentin Grondke nicht das letzte Wort sein. Großartig findet Grondke die Abkehr von der bei derartigen Bauten in Kiel vorherrschenden „kubischen Form“ (die man auch als Klötzchen-Architektur bezeichnen könnte), jedoch soll die vorgestellte Variante in einer etwas zurückgenommenen Weise verwirklicht werden.

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Große Zerwürfnisse wird es darüber kaum geben, denn das niederländische Büro hat seinen Entwurf bewusst plakativ gehalten, um dessen Besonderheiten herauszukehren. Kommende Woche wollen sich die Planer mit den Verantwortlichen im Rathaus zusammensetzen und den Rahmen für eine genehmigungsfähige Variante abstecken.

Lesen Sie auch: Das sagen die Leser zum Hotel-Entwurf

W8 soll erhalten bleiben

Genauso wie das Hochhaus überzeugte die Jury der Erweiterungsbau. Unter den fünf Wettbewerbsbeiträgen ist der aus Rotterdam der einzige, der die Erhaltung der jetzigen W8 vorsieht. Der Flachdachbau, in dem früher Ankerketten gewartet wurden, soll überbaut werden.

Glücklich darüber sind Lutz W. Lester sowie Jens und Jan Nieswand von der Projektgesellschaft Kap Horn GmbH. „Wir sind froh, dass damit die W8 mit ihrer ganzen kreativen Vielfalt erhalten werden kann“, betont Lester.

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