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Kiel GKK-Ausfall: Kontrolle verzögert sich
Kiel GKK-Ausfall: Kontrolle verzögert sich
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17:54 27.03.2018
Von Günter Schellhase
Kein Rauch kommt mehr aus dem Schornstein des Gemeinschaftskraftwerkes in Kiel. Es war zu einer Notabschaltung gekommen. Die Ursache ist noch unklar. Quelle: Ulf Dahl

"Wir gehen davon aus, dass es in den nächsten Stunden eine erste Sichtkontrolle geben kann", sagte Stadtwerkesprecher Sönke Schuster. Dann erst könne man genauere Aussagen machen, wie groß der Schaden sei. Schlimmstenfalls muss die Turbine für die Reparatur ausgebaut werden. Dann könnte das GKK länger ausfallen.

Die Versorgung der 73580 Fernwärmekunden (374 Kilometer Rohre) in Kiel ist durch fünf kleinere Stationen gewährleistet. Sofort nach der Notabschaltung des Gemeinschaftskraftwerks haben Techniker der Stadtwerke Kiel die Heizwerke in der Wik, in Mettenhof, an der Humboldtstraße am Schrevenpark hochgefahren. "Durch das redundante System muss kein Kieler bei den bitterkalten Temperaturen frieren", sagte Schuster. Warmes Wasser und Strom liefere noch die Müllverbrennungsanlage Kiel.

Stadtwerke Kiel kaufen Energie ein

"Zudem steht der neue Wärmespeicher neben dem GKK auf dem Ostufer zur Verfügung. Damit können wir die Fernwärmeversorgung für ganz Kiel für zwölf Stunden gewährleisten", sagte Schuster. Da das GKK als wichtiger Stromproduzent ausgefallen ist, müsse Energie dazu gekauft werden, damit in Kiel nicht die Lichter ausgehen.

Techniker arbeiten unterdessen mit Hochdruck im GKK, um den Schaden zu finden, der zu der Notabschaltung geführt hat. "Derzeit können wir definitiv noch keine klare Aussage machen, was kaputt gegangen ist", so Schuster. Anwohner und Spaziergänger hatten am Morgen ein lautes Zischen gehört - offenbar ist Druck aus dem Kessel gewichen. 

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