Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kiel Was vom „Spirit“ der Kampagne bleibt
Kiel Was vom „Spirit“ der Kampagne bleibt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:24 02.03.2016
Von Kristian Blasel
Olympia 2024 in Schilksee wird ein Traum bleiben. Quelle: dpa
Kiel

Und der Stolz darauf, an der Förde die große Mehrheit der Bürger für ein „Ja“ begeistert zu haben, ist unverändert zu spüren. Nur die Frage, was für Kiel jetzt noch bleibt – die lässt sich schwerer beantworten. Dabei sollte es genau darum gehen: „Feuer und Flamme für die Kieler Region – Impulse auf der Olympia-Kampagne für die Kieler Wirtschaft“, lautete der Titel einer Debatte, zu der die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG eingeladen hatte. Niederlassungsleiter Carsten Döring schwärmte von dem „Spirit“, der im vergangenen Jahr die Stadt erreicht habe und der bewahrt werden müsse. Aber solche Überschriften mit Leben zu füllen, das wurde an diesem Mittwochabend deutlich, ist kompliziert, wenn die gemeinsam Vision, Olympia 2024, geplatzt ist.

Immerhin: IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater wurde trotzdem konkret. Einen Zuwachs an Industriearbeitsplätzen in Kiel um 50 Prozent bis 2030 sei ein mögliches Ziel, auf das sich die Stadt einigen könnte, schlug er vor und nutzte den Abend zugleich, um von der Verwaltungsspitze vehement mehr Wirtschaftsfreundlichkeit und Unterstützung für die Unternehmen einzufordern. „Die Wirtschaft in Kiel lechzt danach, dass sie sich weiterentwickelt.“ Oberbürgermeister Ulf Kämpfer versprach zwar artig, „den Schalter weiter in Richtung Wirtschaftsfreundlichkeit zu drehen“. Besseres Baustellenmanagement gehöre für ihn ebenso dazu wie die Suche nach neuen Investoren. Für Schilksee beispielsweise hoffe er weiterhin auf den Bau eines Hotels. Doch er sei zugleich „Hüter des Gemeinwohls“. Nicht alles könne den Bedürfnissen der Ökonomie unterstellt werden.

 So bleiben im Jahr eins nach dem geplatzten Olympia-Traum vor allem Wünsche: der von Uni-Präsident Prof. Lutz Kipp beispielsweise, den Wissenschaftsstandort Kiel weltweit bekannt zu machen. Der von Kiwi-Geschäftsführer Werner Kässens, dass Land und Bund in die Infrastruktur der Region investieren. Und der von OB Kämpfer, dass eines Tages „mehr Menschen von Hamburg nach Kiel ziehen als umgekehrt“. Die Kieler Euphorie des vergangenen Jahres jedoch ist damit noch lange nicht bewahrt. Die Suche nach einer neuen Strategie dauert an.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Kiel Ortsbeirat Holtenau - „Wie auf einer Baustelle“

Der Aufreger des Abends traf den Ortsbeirat Holtenau in seiner Sitzung am Dienstag unvorbereitet. Die zahlreich erschienenen Bürger entpuppten sich mehrheitlich als Bewohner der Wohnanlage Fördeterrassen, die ausschließlich wegen des Tagesordnungspunktes vier gekommen waren.

Carola Jeschke 02.03.2016

Viel Unverständnis, immer wieder großes Misstrauen, aber auch viele Ideen: Das prägte am Dienstag den Auftakt der Bürgerbeteiligung zur Weiterentwicklung des Sommerbads Katzheide. So gut wie alle der etwa 100 Besucher waren sich dabei einig, dass das Bad seine 50-Meter-Bahn behalten und eine echte Schwimmstätte bleiben soll.

Martin Geist 02.03.2016
Kiel Pro- und Contra-Liste - Kieler Umschlag: Ja oder Nein?

Asmus Bremer wird am Donnerstag wieder aus dem Schlaf gerissen. Doch lohnt sich sein Aufstehen überhaupt: Wir haben zehn Gründe für und gegen einen Besuch beim Kieler Umschlag gesammelt.

Günter Schellhase 04.03.2016