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Kiel Laute Loks nerven die Anwohner
Kiel Laute Loks nerven die Anwohner
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10:00 14.09.2018
Von Martin Geist
Die Freude über die Vossloh-Ansiedlung in Suchsdorf ist nicht ungeteilt. Anwohner klagen über erhebliche Lärmbelästigungen. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel-Suchsdorf

Zunächst stand jedoch ein Generationenwechsel an der Spitze des Ortsbeirats Suchsdorf an: Reinhard Warnecke (65), der bei den Kommunalwahlen nicht wieder angetreten war, übergab am Dienstagabend das Amt des Vorsitzenden an den 26-jährigen Paul Stamp, der ebenso wie sein Vorgänger der SPD angehört und einstimmig gewählt wurde. Ihm als Stellvertreter steht mit CDU-Mann Hans-Jürgen Lembke, seit 28 Jahren aktiv im Ortsbeirat, ein echter Routinier zur Seite.

Gleich in der ersten Sitzung unter Stamps Regie ergab sich ein handfestes Problem. Zu Gast war Bernd Hoppe, der als Geschäftsführer der Vossloh Locomotives berichten wollte, wie sich sein vor wenigen Monaten nach Suchsdorf gezogenes Unternehmen etabliert hat. „Wir sind sehr herzlich aufgenommen worden“, bedankte er sich und hob hervor, dass die Arbeitsbedingungen im neuen Umfeld kaum Wünsche offen ließen. Auch wirtschaftlich steht der Lokomotivenbauer gut da. 30 Fahrzeuge wurden dieses Jahr bereits hergestellt, mindestens zehn sollen bis Silvester noch dazukommen.

Nicht so erfreulich finden dagegen zwei Anwohner der benachbarten Siedlung Fernblick den Lärm, der nach ihrer Darstellung von Vossloh ausgeht. Sogar nachts knatterten zuweilen Lokomotiven und raubten ihnen den Schlaf, klagten sie. Paul Stamp zeigte Verständnis für die Schilderungen. Die Betriebsgenehmigung für ein derartiges Industrieunternehmen sei allerdings ein Fall für die Behörden, die sich bei ihrer Entscheidung nicht zuletzt auf Lärmgutachten stützen, hob er hervor. Davon unabhängig bittet der Ortsbeirat die zuständigen Ämter der Stadt, den Beschwerden auf den Grund zu gehen. Genau das sichert auch Vossloh zu. Gegenwärtig sei ohnehin ein neues Gutachten in Arbeit, mit dem geprüft wird, ob die im Genehmigungsverfahren angenommenen Werte mit der Realität in Einklang stehen. Man werde das Ergebnis abwarten und dann bei Bedarf entsprechend reagieren, teilt Vossloh mit.

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