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Kiel Gastronomen beklagen Umsatzeinbußen
Kiel Gastronomen beklagen Umsatzeinbußen
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07:59 21.07.2018
Von Petra Krause
Der Deichweg am Falckensteiner Strand: Auf der rechten Seite gilt absolutes Halteverbot. Auflage des Parkraumbewirtschafters ist es, dieses zu unterbinden. Die Gewerbetreibenden kritisieren, dass für die vier Euro Parkgebühren nichts getan wird und es auch keine Kurzzeitparkplätze gibt. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Andree Kraft, Betreiber der Deichperle, hatte nach eigenen Angaben mehrfach die Stadt um eine Lösung gebeten – entweder in Form eines günstigen Kurzzeitparkangebots oder durch eine anteilige Rückerstattung der Parkgebühren. „Wir spüren die erhöhten Parkgebühren deutlich am Umsatz“, sagt der Gastronom. Morgens zum Frühstück sei die Terrasse lange nicht mehr so voll wie in den vergangenen Jahren, und abends bliebe das Abendgeschäft oftmals aus. Kraft spricht sogar davon, dass er im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von einem Drittel verkraften musste.

Noch dramatischer beschreibt Holger Ohlmeier von „Minigolf und Mee(h)r“ die Situation. „Die morgendlichen Kaffeetrinker und Brötchenesser sind alle weg“, sagt er und spricht von bis zu 50 Prozent weniger Umsatz. Vier Euro für den ganzen Tag findet Ohlmeier völlig in Ordnung. Was fehlt, sei eine Kurzzeitparkgebühr wie es sie beispielsweise in Strande oder Surendorf gebe. „Schilksee hat dagegen gute Parkplätze, die nichts kosten. Wir sind benachteiligt“, kritisiert er.

Verständnis vonseiten der Stadt, aber passiert ist nichts

Zwar zeigte Ralf Riegler von der Kieler Immobilienwirtschaft schon im vergangenen Sommer Verständnis. „Es ist für uns durchaus nachvollziehbar, dass die vorgenannte gesamtstädtische Regelung für einzelne Gewerbetreibende auch Nachteile mit sich bringen kann.“ Auch das Tiefbauamt wollte prüfen, ob für die Saison 2018 eine andere Regelung für das Parken im Bereich des Falckensteiner Strandes entstehen kann. Passiert ist seitdem aber nichts. „Ab 2019 wird es eine neue Parkregelung geben, die auch Kurzzeitparken ermöglichen soll“, heißt es jetzt auf Nachfrage aus dem Presseamt.

2006 hat die Stadt die Parkraumbewirtschaftung an die Festung Friedrichsort GmbH Co. KG abgegeben. Diese zahlt 8250 Euro Miete an die Stadt. Es soll auch bereits über eine Bewirtschaftung für die Folgejahre verhandelt worden sein. Im Ergebnis soll das an die Stadt zu zahlende Nutzungsentgelt um 20 Prozent auf 9900 Euro netto pro Saison (1. Juni bis 31. August) erhöht werden.

Keine Parkgebühr, sondern eine Durchfahrtsgebühr

Die Gastronomen kritisieren vor allem, dass die Stadt die Parkraumbewirtschaftung an Dritte abgegeben hat. Für Andree Kraft handelt es sich um eine öffentliche Straße, weshalb er die vier Euro nicht als Parkgebühr, sondern als Durchfahrtsgebühr sieht. Volker Schöttke vom Wassersportzentrum „Westwind“ ist ebenfalls unzufrieden mit dem Verfahren: „Auch Eltern, die ihre Kinder nur kurz zu einem Kursus bringen wollen, werden zur Kasse gebeten.“

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