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Kiel Wieder ein Interimschef: Dirk Czarnetzki
Kiel Wieder ein Interimschef: Dirk Czarnetzki
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06:00 06.12.2018
Von Niklas Wieczorek
Ein Jahr mit ständig neuen Köpfen: Der langjährige Chef Thomas Bauchrowitz wechselte ins LKA. Sein einstiger Stellvertreter Frank Matthiesen wurde nach einem Unfall unter Alkoholeinfluss versetzt. Joachim Gutt ist jetzt im Ruhestand. Kripochef Rolfpeter Ott hilft seit dem Sommer ebenso aus wie seit dieser Woche Dirk Czarnetzki. Quelle: Sabine Nitschke, Ulf Dahl (3), Uwe Paesler, Frank Peter | Montage: Lina Schlapkohl
Kiel

Der 52-Jährige ist bereits seit Montag zusätzlich Chef für die Beamten in Kiel und dem Kreis Plön. Im Intranet der Polizei wurde die Personalie am Dienstag verkündet. Gleichzeitig ist von "turbulenten Zeiten für die Polizeidirektion" die Rede. Das Auswahlverfahren für die Nachbesetzung laufe weiter, bestätigten Landespolizeiamt und Innenministerium. Dass Czarnetzki dauerhaft als Leiter in der Landeshauptstadt in Frage kommt, gilt innerhalb der Polizei aber als unwahrscheinlich.

"Irgendwas ist eben immer"

Czarnetzki war bereits am Montag erstmals als vorübergehender Leiter in Kiel. "Wie alle, so hoffe auch ich auf eine zügige Entscheidung. Bis dahin setze ich auf das eingespielte Team des Führungsstabes der Polizeidirektion Kiel", sagte er. Dazu gehört auch Rolfpeter Ott, Chef der Kripo, aber bereits seit Monaten vorübergehend stellvertretender Leiter der Direktion. Im Intranet fasste ein weiterer Satz von Czarnetzki die Situation zusammen: "Irgendwas ist eben immer."

Damit dauert der Schwebezustand in der Polizeispitze an, der sich im Sommer verschärft hatte. Während der damalige Kieler Chef Thomas Bauchrowitz auf dem Absprung an die Spitze des Landeskriminalamts war, verletzte sich sein Stellvertreter Frank Matthiesen, wie berichtet, bei einem Fahrradunfall so schwer, dass er dienstunfähig war. Kurzfristig übernahmen Gutt und Kiels Kriminalpolizeichef Rolfpeter Ott die Leitung der Direktion. Matthiesen war unterdessen ins Landespolizeiamt versetzt worden, wo er laut Innenministerium weiter wirkt. Zu dessen Verfahren wegen Alkohols im Verkehr konnte die ermittelnde Staatsanwaltschaft Kiel keine neuen Ergebnisse mitteilen.

Die erneute Übergangslösung in Kiel war nötig geworden, nachdem die vorherige Übergangslösung, Joachim Gutt, am Freitag in den Ruhestand gegangen war – auf Wunsch ohne großes Aufsehen. Aus Rücksicht darauf äußerten sich Innenminister Hans-Joachim Grote und Staatssekretär Torsten Geerdts lediglich mit einem "großen und tief empfundenen ,Danke’".

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