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Kiel 318000 Euro für besseres Zusammenleben
Kiel 318000 Euro für besseres Zusammenleben
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11:47 07.03.2018
Von Karen Schwenke
Das einzige von 31 geförderten Projekten, das nicht die Wunschsumme erhielt: Der Verein Förde-Running will eine urbane Laufstrecke mit solarbetriebenen Zeitmessanlagen an der Kiellinie errichten. Statt 25.000 Euro gibt es zunächst nur 2300 Euro. Quelle: Frank Peter
Kiel

Der Innen- und Umweltausschuss bewilligte am Dienstag die Verteilung des Fonds „Gemeinsam Kiel gestalten“, mit dem Projekte gefördert werden, die die Stadtteile nachhaltig aufwerten und die nachbarschaftliche Zusammenarbeit stärken. Die Maximalförderung von 25000 Euro geht an vier Projekte. Zwei davon aus Neumühlen-Dietrichsdorf – das ist damit auch der Stadtteil, an den das meiste Geld fließt. Auch Vorhaben aus den Stadtteilen Friedrichsort und Suchsdorf wurden jeweils mit der Höchstsumme bedacht.

70 Förderanträge standen zur Wahl 

Eine zehnköpfige Jury hatte den Fonds „Gemeinsam Kiel gestalten“ auf die 31 Projekte verteilt. Ursprünglich lagen Anträge für 70 Projekte vor; 60 davon hatten die Ortsbeiräte für gut befunden und der Jury zur Entscheidung vorgelegt. Nur drei Stadtteile gingen leer aus: So schafften es zwei vom Ortsbeirat Russee/Hammer empfohlene Projekte nicht – sie wurden von der Jury abgelehnt. Und aus den Stadtteilen Steenbek/Projensdorf und Meimersdorf wurde erst gar keine Förderung beantragt.

 Fonds ist „Kiels lebendigstes Stück Bürgerbeteiligung“

Doch diese Ausnahmen trüben nicht den Blick der Kommunalpolitiker auf den Fördertopf, den es seit drei Jahren gibt: Wegen der „enorm positiven Resonanz von Initiativen und Vereinen“ ist der Fonds für die Grünen-Ratsfraktion „bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte“. Die Vielzahl der eingereichten Anträge mit einem Volumen von insgesamt 660000 Euro veranlasst auch die anderen Fraktionen der Ratsversammlung zum Lob: „Kiels lebendigstes Stück Bürgerbeteiligung“, schwärmen etwa die SPD- und die SSW-Fraktion: „Wir freuen uns, dass unser Fonds ,Gemeinsam Kiel gestalten’ so gut bei den Kielern ankommt.“ Die CDU-Fraktion schließt aus „der Anzahl der eingereichten Anträge aus Kultur, Sport, Migration und Festen, wie wichtig der Fonds für die Bürger ist“.

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