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Grünes Licht für Katzheide

Ratsversammlung in Kiel Grünes Licht für Katzheide

Das Sommerbad Katzheide bleibt den Kielern erhalten. Alle Fraktionen stimmten in der Ratsversammlung dem Sanierungskonzept der Stadt zu, um den Dauerbetrieb der Anlage in Gaarden zu sichern. Der Ortsbeirat hatte zuvor ebenfalls grünes Licht für die Pläne gegeben.

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Die Zukunft von Katzheide scheint gesichert: Die Ratsversammlung stimmte dem mehrstufigen Sanierungskonzept der Stadt zu.

Quelle: Martin Geist

Kiel. Stadtrat Gerwin Stöcken (SPD) und alle Ratsfraktionen zogen sichtlich zufrieden einen Schlussstrich beim lange umkämpften Thema Katzheide. „Das wird richtig gut“, kommentierte der Dezernent. Das Bad, das die Stadt 2015 eigentlich wegen des hohen Sanierungsbedarfes schließen wollte, soll so in veränderter Form neu durchstarten.

Im ersten Schritt soll es ein Edelstahlbecken für Nichtschwimmer und Schwimmer geben, zwei 50-Meter-Bahnen und sechs Bahnen à 25 Meter. Abgebrochen wird jedoch das Kleinkinder- und Nichtschwimmerbecken. Auch die Sprungtürme entfallen. Schon im Ortsbeirat hatte Stadtrat Stöcken, wie berichtet, deutlich gemacht, dass man so manchen Kompromiss eingehen müsse, um Katzheide dauerhaft zu erhalten. So soll das Planschbecken erst in einem für 2020/21 angepeilten zweiten Bauabschnitt wiederbelebt werden, jedoch mit einem separaten Wasserstreifen und größerer Rutsche speziell für Jugendliche. Auch eine Traglufthalle, die besonders mit Blick auf den Vereins- und Schulsport eine deutliche Saisonverlängerung möglich machen würde, wird erst im zweiten Schritt kommen.

Lob für das Sanierungskonzept und eine Gegenstimme

Von den Fraktionen erhielt Stöcken für den Kompromiss Lob. Wolfgang Schulz (SPD) sprach von ansprechender Lösung, Michael Frey (CDU) von einer „guten Form“  und Lydia Rudow (Grüne) von einem „großen Erfolg“.  Eine Gegenstimme und massive Kritik an der "Verschlechterung" kamen jedoch von Andreas Regner (Wir in Kiel), Mitglied im Verein „Katzheide Ja!“. Dass Katzheide eine Zukunft habe, sei der Bürgerinitiative zu verdanken, zollte Stadtrat Stöcken ihr großen Respekt: Mit ihren mehr als 11.000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren hätten die Initiatoren Engagement gezeigt und den Schließungsbeschluss im Rat „umgedreht“. Das damalige Mehrheitsbündnis von SPD, Grünen und SSW schloss sich im Oktober 2015 dem Anliegen des Vereins an und setzte sich für den Fortbestand des Bades ein.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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