Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Kiel Neue Kaikante im Plüschowhafen?
Kiel Neue Kaikante im Plüschowhafen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 23.11.2018
Von Petra Krause
Erste Gutachten kommen zu dem Schluss, dass es für eine gewerblich nutzbare Kaikante im Plüschowhafen eine Nachfrage geben würde. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel-Holtenau

Wie es nun weitergeht, darüber gaben der Leiter des Wirtschaftsreferats, Jörn Genoux, sowie Konstanze Meißner und Katja Nüssler vom Stadtplanungsamt auf einer Sondersitzung der Ortsbeiräte Holtenau und Pries-Friedrichsort Auskunft.

Ein Gewerbegebiet sei nichts Besonderes, aber eines mit einer Kaikante und Anschluss an Straße, Schiene sowie einem nahen Flugplatz wie am Plüschowhafen schon. „Damit könnte dort ein Gewerbegebiet mit einer ganz besonderen, deutschlandweit wohl einzigartigen Qualität entstehen“, heißt es in dem jetzt vorliegenden Gutachten. Die Schlussfolgerungen geben den Weg frei für eine vertiefende Prüfung. Denn der Neubau einer solchen Kaikante würde voraussichtlich Investitionen im zweistelligen Millionenbereich erfordern. In einer Konzeptstudie soll unter anderem die technische Machbarkeit untersucht, eine Kosten-Nutzen-Betrachtung erstellt und ein Betriebskonzept entwickelt werden.

Je nachdem, wie die Entscheidung ausfällt, könnte die Vorzugvariante in einer zweiten Stufe konkretisiert werden. Dafür werden 215.000 Euro veranschlagt. Parallel dazu erfolgt die Vorbereitung, Auslobung und Durchführung des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbes für das Gesamtgebiet Holtenau Ost. Dieser sei EU-weit auszuschreiben und soll nach einer Vorauswahl maximal 20 Teilnehmer umfassen, sagte Meißner. Der etwa neun Monate dauernde Wettbewerb ist wiederum die Grundlage für Fortschreibung der sanierungsrechtlich erforderlichen Rahmenplanung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (IEK). Voraussetzung dafür sind aber auch die Ergebnisse der noch anstehenden Gutachten zur gewerblich nutzbaren Kaikante. Zudem fehlt noch die Detailuntersuchung der Altlasten. „Bisher gibt es fünf Verdachtspunkte“, sagte Meißner.

Der Umzug des Tonnenhofes mit einer Fläche von 4,8 Hektar – davon 2,1 Hektar Landfläche –, der vom jetzigen Standort an den Plüschowhafen verlegt werden soll, muss ebenfalls geklärt sein. Dazu muss die Stadt die Fläche dort herrichten. Das geht aber erst, wenn sie das 70 Hektar große Areal von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erworben hat – voraussichtlich 2020. Damit dürften noch Jahre vergehen, bis das urbane Mischgebiet in die Vermarktung gehen kann.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Kiel Fußgängerbrücke Gaarden - Licht und Farbe gegen die Angst

Die Handläufe wurden erneuert, die Gitterwände sind sauber - die Gaardener Brücke wurde in den vergangenen Wochen aufgehübscht. Eine neue Beleuchtung mit LED soll das Sicherheitsempfinden erhöhen. Um Vandalismus zu vermeiden, wird der Fahrstuhl nun videoüberwacht.

23.11.2018

Der nächste Blindgänger im Stadtgebiet von Kiel: Da in der Wrangelstraße eine 250-Pfund-Weltkriegsbombe gefunden wurde, plant der Kampfmittelräumdienst für den frühen Donnerstagnachmittag die Entschärfung. Das Evakuierungsgebiet um Wrangel- und Graf-Spee-Straße umfasst 330 Haushalte, so die Polizei.

Niklas Wieczorek 23.11.2018
Kiel Hochhaus-Plan für Gaarden - Alle lieben den verrückten Turm von Kiel

Das Rotterdamer Architektenbüro MVRDV erregt Kiel. Sein Siegerentwurf für ein Hochhaus auf der Werftbahnstraße in Gaarden mit Hotel, Büros und Gewerbe sowie Wohnungen in der Anschlussbebauung stößt allenthalben auf Zustimmung, bisweilen auf Begeisterung.

Michael Kluth 23.11.2018