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KVG baut für die Zukunft

Sanierung bis 2020 KVG baut für die Zukunft

Der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) steht ein Kraftakt bevor. Mindestens 32 Millionen Euro muss das Unternehmen investieren, um seinen Betriebshof in der Werftstraße bis 2020 auf den neuesten Stand der Technik zu bringen – und das bei parallel weiterlaufendem Betrieb.

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So soll die Haupteinfahrt des KVG-Betriebshofes aussehen, wenn er voraussichtlich 2020 fertig ist. Wie teuer das Um- und Neubauprojekt wird, steht derzeit noch nicht genau fest.

Quelle: Kieler Verkehrsbetriebe

Kiel. Nach mehr als drei Jahrzehnten Nutzung als Hauptquartier der KVG ist das Areal neben dem markanten Hochbunker mehr als nur in die Jahre gekommen. Die Struktur des Betriebshofes stammt aus den 1930er-Jahren und diente damals zunächst als Depot für Straßenbahnen. Seit diese 1985 aus dem Kieler Stadtbild verschwanden, wurden dort die KVG-Busse gewartet, repariert, gereinigt oder abgestellt.

Jetzt drängt der Fortschritt auf Veränderung: Steigende Fahrgastzahlen, mehr Busse, lautere Rufe nach sauberer Luft durch Einsatz von mehr Elektromobilität: „Das alles sind Faktoren, die eine technische Anpassung des Betriebshofs auf aktuelle und künftige Anforderungen unumgänglich machen“, erklärt Sabine Schirdewahn, die als Chefin des städtischen Eigenbetriebs Beteiligungen für die Umsetzung der Baumaßnahmen zuständig ist.

Eine zentrale Bedeutung für die KVG nimmt die Umrüstung auf Elektro-Mobilität ein. Ladestationen entstünden ebenso wie Werkstätten oder Lagerräume für die Großbatterien. Zudem sind Neu- und Anbauten der Werkstatthalle so groß dimensioniert, dass dort auch Busse ausreichend Platz haben, die mehr als 24 Meter lang sein können. Nach Maus Einschätzung ist die Umsetzung des Großprojekts bei laufendem Betrieb eine „echte Kunst“. Damit das überhaupt funktioniert, muss die KVG bis Mitte 2018 wieder ihre alte Werkstatt in der Gaardener Diedrichstraße aktivieren.

Wie teuer das Projekt überhaupt wird, das letztlich die Stadt als 100-Prozent-Anteilseigner an der KVG zahlen muss, steht noch gar nicht fest. Sabine Schirdewahn geht bislang von „32 Millionen plus“ aus. Förderungen von EU, Bund oder Land sind nach aktuellem Stand erst einmal nicht zu erwarten.

Zumindest einigermaßen sicher ist der Zeitplan. Nach „Reaktivierung“ des alten Betriebshofes in der Diedrichstraße sollen die Abrissarbeiten an der Werftstraße Ende 2018, erste Bau- und Sanierungsmaßnahmen 2019 beginnen. Mitte bis Ende 2020 könnte das Werk vollbracht sein.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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