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Kiel Fragen und Antworten zum Kieler Schloss
Kiel Fragen und Antworten zum Kieler Schloss
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11:26 08.11.2018
Von Kristian Blasel
Was passiert mit dem Schloss-Areal? Bislang ist nur die Sanierung des Konzertsaals gesichert. Quelle: fpr: Frank Peter
Kiel

Was ist bereits fest vereinbart?

Die Unterschriften sollen zwar erst im Laufe dieses Monats gesetzt werden, eine grundsätzliche Einigung gibt es aber bereits. Die bisherigen Eigentümer Klaus-Peter Marschall und Margrit Howe-Neuy haben sich mit der Stadt Kiel darauf verständigt, das gesamte Areal zu verkaufen. Der Vertrag soll noch in diesem Monat unterzeichnet werden. Im Gespräch ist eine Summe von gut 4,1 Millionen Euro. Damit wäre das Kieler Schloss ab 1. Januar 2019 nach 16 Jahren wieder in öffentlicher Hand.

Wie geht es dann weiter?

Der Fokus soll zunächst auf der Sanierung des Konzertsaals liegen. Angepeilt wird eine Planungszeit von 18 Monaten, dann soll der Umbau beginnen. Wenn alles glatt läuft, könnte es 2023 die große Wiedereröffnungsfeier geben. Bis der Bau beginnt, möchte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer den Saal mit Hilfe des bisherigen Betreibers Kiels Concerts in Betrieb halten. Mittelfristig soll das Kieler Schloss als städtischer Eigenbetrieb mit gesonderter Finanzierung geführt werden. Konkrete Pläne für eine Übergangsspielstätte gibt es bislang allerdings noch nicht. Hier drängt nicht nur nach Meinung der Kieler Kulturszene die Zeit.

Welche neuen Gutachten liegen jetzt auf dem Tisch?

Die Ratsversammlung hatte die Stadtverwaltung unter anderem aufgefordert, „Kostenannahmen“ für die Sanierung des gesamten Schloss-Areals zu ermitteln und ein Konzept vorzulegen, das die Machbarkeit eines Kultur- und Kongresszentrums überprüft. Beides liegt nun vor. Demnach würde eine Komplettsanierung von Rantzaubau, dem Hauptgebäude mit der Landeshalle und der Tiefgarage etwa 40 Millionen Euro kosten. Die Zahl ist allerdings mit großer Vorsicht zu genießen. Eine umfassende Untersuchung der Bausubstanz hat noch nicht stattgefunden. Die Gutachter warnen vor allem vor der Tiefgarage, wo „umfassende bauliche Eingriffe erhebliche Mehrkosten“ verursachen würden. Was mit dem Areal geschieht, muss die Stadt entscheiden, sobald sie Eigentümerin geworden ist. Klar ist, dass in den nächsten fünf Jahren knapp 650 000 Euro in Brandschutzmaßnahmen investiert werden müssen, damit die Gebäude wie bisher genutzt werden können.

Wie weit sind die Pläne, auf dem Gelände ein Tagungszentrum zu errichten?

Sie stehen noch ganz am Anfang. Es gibt bislang lediglich die Idee, aber weder konkrete Entwürfe noch Kostenschätzungen. Der Oberbürgermeister hat der Ratsversammlung jetzt eine Studie vorgelegt, die acht Standorte in Kiel danach untersucht hat, ob sie sich für den „Ausbau der Tagungs- und Veranstaltungskapazitäten“ eignen. Dabei wird der Standort Schloss von den Autoren favorisiert. „Wenn wir Eigentümer sind, haben wir Zeit und Möglichkeit, weitere Schritte für das Schloss-Areal zu planen“, sagt Ulf Kämpfer. Grundsätzlich bescheinigt die Studie, „dass Kiel durchaus über geeignete Standorte“ verfügt. So wird von Seiten der Universität auch über einen Ergänzungsbau zum Audimax nachgedacht. Gelobt wird auch die Idee einer „Teilüberdachung der Tiefgarage des Europaplatzes“. Dies sei der „zentral gelegenste und bekannteste der acht Standorte. Die Autoren raten aber auch, im Zuge des begonnenen Stadionausbaus den „VIP-Bereich als Tagungs- und Veranstaltungsbereich zu nutzen“. Ebenfalls untersucht wurden Standorte an der Hörn, am Hotel Atlantic, auf dem Postareal (Karlstal) und an der Schwimmhalle Gaarden, wo weitergehende Planungen als unwahrscheinlich gelten. Bestandteil des Auftrages sei es aber nicht gewesen, die tatsächliche Umsetzbarkeit zu überprüfen, betont Kämpfer. „Es ging vielmehr um eine Ersteinschätzung.“

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