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Saudische Patrouillenboote im Kanal

Reise nach Nahost Saudische Patrouillenboote im Kanal

Drei Schiffe in nur einem gab es am Sonnabend im Nord-Ostsee-Kanal. Der deutsche Schwergutfrachter "BBC Parana" schleuste morgens mit zwei Patrouillenbooten an Deck in Kiel in den Kanal ein und machte bei der Bunkerstation noch einen Stopp, um Treibstoff für die lange Reise nach Nahost zu tanken.

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Der Frachter „BBC Parana“ mit zwei Patrouillenbooten für Saudi-Arabien an Deck im Kanal.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Der maritime Schwertransport hat den saudischen Hafen Jeddah am Roten Meer zum Ziel. Dort sollen die an Deck geladenen Patrouillenboote mitsamt der Ausrüstung an die saudische Küstenwache übergeben werden. Gebaut wurden die Boote in Wolgast bei der Peenewerft. Kurz vor Weihnachten hatte die Werft die Einheiten mit den Namen "As Sulayyil" und "Umluj" ausgeliefert und die erforderliche Exportgenehmigung durch das Bundeswirtschaftsministerium erhalten. Der Frachter "BBC Parana" übernahm die je 40 Meter langen und rund 210 Tonnen schweren Boote am Donnerstag im Hafen Mukran auf Rügen. 

Absolute Verschwiegenheit zur Ausrüstung

Die beiden Neubauten gehören zum deutschen Typ CSB 40 und sind Teil eines Großauftrags zum Bau von über 100 Patrouillenbooten und Hilfsschiffen für Saudi-Arabien. Den Auftrag hatte sich die deutsche Lürssen-Gruppe im internationalen Wettbewerb gesichert. Ein Großteil des Auftrags sind die Einheiten des jetzt in Wolgast ausgelieferten Typs TNC35. Die beiden Boote sind die Nummer acht und neun der Klasse, die 2016 mit dem Typboot "Jeddah" begann. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 1,4 Milliarden Euro. Genaue Angaben zur Ausrüstung der Boote darf die Werft nicht geben, da Saudi-Arabien vertraglich absolute Verschwiegenheit festgelegt hat. Die Genehmigung zum Export der auch zum militärischen Einsatz geeigneten und auch bewaffneten Boote hatte der Bundessicherheitsrat zuvor erteilt.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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