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Kiel "Egidora" auf Forschungsfahrt
Kiel "Egidora" auf Forschungsfahrt
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10:00 25.10.2017
Von Martina Drexler
Das neue Forschungsschiff des Landes "Egidora" wird am Forschungs- und Technologiezentrum Westküste in Büsum offiziell in Dienst gestellt. Quelle: FTZ Büsum
Büsum

Das neue Schiff löst bei der Einrichtung, die an die Kieler Universität angegliedert ist, die nach einer Hallig benannte Jacht "Südfall" ab.  Die Investition in den hochmodernen Katamaran diene der langfristigen Sicherung der Forschungskompetenz des Büsumer Zentrums in der Meeresforschung, ist Ministerin Karin Prien (CDU) überzeugt. Die „Südfall“ wird bis zum 9. November online versteigert. Mit 31 Jahren war sie nach Angaben von Dr. Klaus Ricklefs, Geologe am FTZ, wegen ständiger Reparaturen zu teuer.

Die 15 Meter lange und sechs Meter breite "Egidora" bietet stattdessen fast nur Vorteile: ein Arbeitsdeck mit Kran, hochmoderne Messgeräte, ein geringer Tiefgang und mehr Tempo. Mit dem Katamaran sei es viel leichter, schnell durchs Wattenmeer zu kommen und in kleine Häfen einzulaufen, sagte Ricklefs. Auf den Namen kamen die Forscher, weil „Egidora“  in der ältesten schriftlichen Erwähnung als Flussname für die Eider verwendet wird und zudem sinngemäß „Tor zum Meer“ bedeuten soll.

Ob Brandung oder die Wechselwirkung zwischen Tierorganismen (Benthos) im Grund und den sie fressenden Vögeln – mit der „Egidora“ kommen sie in ein wichtiges, bisher aber wenig erforschtes Gebiet bis zu zehn Meter von der Küste entfernt, in das größere Schiffe gar nicht fahren könnten. So könne man etwa die Prielverlagerung mit Naturdaten besser erfassen als mit Modellrechnungen, erläuterte der Geowissenschaftler. Geplant sind auch Einsätze für Vogelzählung- und beobachtung, die noch genauere Erkundung des Meeresbodens mit Sonartechnik und ingenieurwissenschaftliche Forschungen. Die Kosten für das neue Schiff von etwa einer Million Euro teilen sich das Land und das FTZ.  Gebaut wurde der Katamaran in Southampton.

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