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Kiel Aus für Fähre nach St. Petersburg
Kiel Aus für Fähre nach St. Petersburg
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06:00 15.03.2019
Von Frank Behling
Die Fährverbindung zwischen Kiel und St. Petersburg wird vorerst eingestellt. Grund ist der Abzug der Frachtfähre "Finnsun". Quelle: Frank Behling
Kiel

„Da der Partner kurzfristig beschlossen hat, die Linie zwischen dem deutschen Ostseehafen und der russischen Metropole so bald wie möglich einzustellen, wird DFDS auf dieser Linie zukünftig keine Leistungen mehr anbieten können“, teilte die dänische Reederei mit. Eine eigene Fähre wird DFDS nicht in Fahrt bringen, da die Nachfrage angesichts der Spannungen und Unsicherheiten im Russlandgeschäft nicht ausreicht.

DFDS teilte sich mit Finnlines ein Schiff

„Diese Situation ist sehr bedauerlich. Obwohl wir alternative Lösungen suchen, können Folgen für unsere Mitarbeiter und Kunden leider nicht vermieden werden“, sagt Anders Refsgaard, der für den DFDS-Geschäftsbereich Ostsee zuständig ist. DFDS nutzt für die Linie Kiel-St. Petersburg seit 2015 keine eigenen Schiffe mehr, sondern chartert Kapazitäten an Bord der Frachtfähre „Finnsun“ der Reederei Finnlines. Die Fähre lud in Kiel und Lübeck für ihre Fahrten nach Russland.

Bis zu 15 Mitarbeiter in Kiel und St. Petersburg sind nach Schätzungen von DFDS von der Entwicklung betroffen. Gespräche über die aktuelle Situation würden jetzt mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen, so das Unternehmen. „Wir bedauern, dass DFDS den wöchentlichen Liniendienst nach St. Petersburg zumindest vorübergehend aufgeben muss“, sagte Kiels Hafenchef Dirk Claus. Der Hafen hatte in der Vergangenheit viel in den Ausbau des Güterverkehrs nach Russland investiert. So wurden Hallen für den Holzumschlag gebaut. Deshalb will der Seehafen auch nach neuen Lösungen suchen. „Es wird an Alternativen gearbeitet, um im Frachtbereich weiter mehrmals im Monat an St. Petersburg angebunden zu bleiben und den Transport insbesondere russischer Forstprodukte sicherzustellen“, so Claus.

Ladungsmenge seit Jahren rückläufig

Die Schiffsverbindung mit St. Petersburg begann 1991 noch zu Sowjetzeiten mit der Fähre „Anna Karenina“. 2016 war das 25-jährige Bestehen der Linie gefeiert worden. Vor dem Hintergrund anhaltender gegenseitiger Handelsbeschränkungen zwischen der EU und Russland war die Ladungsmenge von und nach St. Petersburg in den vergangenen Jahren stark rückläufig und konnte erst 2017 auf niedrigem Niveau stabilisiert werden.

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