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Kiel Wird in Kiel zu wenig gebaut?
Kiel Wird in Kiel zu wenig gebaut?
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07:12 29.06.2018
Von Martina Drexler
Bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Um gegenzusteuern, wollen die Wohnungsbaugenossenschaften auch beim Neubau Gas geben. An der Hörn planen sie mit anderen regionalen Partnern den Bau von bis zu 400 Wohnungen. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Darauf wies das Verbändebündnis Wohnen hin, in dem sich Baugewerkschaft IG Bau und Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben. Das Bündnis beruft sich bei den Zahlen auf die aktuelle Bau-Bilanz der fertiggestellten Wohngebäude vom Statistischen Bundesamt.

Vom Single-Apartment bis zu 86 Ein- und Zweifamilienhäusern – insgesamt haben die Bauherren in Kiel demnach im vergangenen Jahr 104,6 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn Kiel seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will. Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen ist die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise“, sagt der Regionalleiter der IG Bau in Schleswig-Holstein, André Grundmann.

1000 Baugenehmigungen in Kiel

Die Stadt verweist darauf, dass sie 2017 etwa 1000 Baugenehmigungen erteilt hat. „Wann gebaut wird und wann sie nach Fertigstellung in der Bundesstatistik auftauchen, liegt nicht in unserer Hand. Tatsächlich gehen wir aber davon aus, dass die Zahlen höher sind, als sie die zitierte Statistik wiedergibt“, erklärte Wohnungsdezernent Gerwin Stöcken. Auch die Wetterlage und die Überlastung von Baufirmen trügen zu Bauverzögerungen bei.

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Der Wohnraum wird in Kiel immer knapper. Die Stadt versucht gegenzusteuern. Doch im vergangenen Jahr sind mit 429 Neubauwohnungen 21 Prozent weniger als noch 2016 in der Landeshauptstadt entstanden.

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Das Verbändebündnis Wohnen fordert den Bund, das Land Schleswig-Holstein und auch die Kommunen auf, sich mehr für sozialen Wohnraum, steuerliche Anreize und eine effektive Förderung von Wohneigentum einzusetzen. Benötigt würden mindestens vier Milliarden Euro jährlich. Die Kanzlerin habe jedoch nur 1,5 Milliarden Euro im Jahr angekündigt.

Der Eigentümerverband Haus & Grund ist überzeugt, dass in Kiel durch den Ausbau von Dachgeschossen relativ schnell 5000 bis 7000 neue Wohnungen entstehen könnten – zumindest dann, wenn bürokratische Hürden abgebaut würden. Eine weitere Möglichkeit könnte der Bau von Hochhäusern sein. Die ergebnisoffene Diskussion darüber hat die Stadt Kiel jetzt mit der öffentlichen Veranstaltung unter dem Motto „Kiel hoch hinaus?“ gestartet.

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