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Kiel Software entlastet Kieler Schulen
Kiel Software entlastet Kieler Schulen
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17:47 22.01.2013
Von Karina Dreyer
Lernen am PC macht Spaß, finden Fiona (9, links) und Leonita (8). Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Sieben weiterführende Schulen in Kiel haben IServ bereits, nun entschied sich auch die erste Grundschule dafür. 2011 beauftragte der Ausschuss für Schule und Sport die Verwaltung damit, die IT-Betreuung der Schulen neu zu organisieren und eine zentrale Systemkoordination wahrzunehmen, um die Schulen zu entlasten. Hans-Helmut Freund, stellvertretender Leiter des Schulamtes, und Reinhold Blomberg von der städtischen Abteilung Informationstechnik stießen auf die Softwarelösung der Braunschweiger Firma IServ, die bundesweit an 700 Schulen im Einsatz ist, und waren gleich begeistert. Im Dezember stimmte der Rat dem Konzept zur Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien zu.

 „Das ist ein stabiles System, das nicht ständig abstürzt. Es ist leicht verständlich, kann aus der Ferne gewartet werden und minimiert so den Arbeitsaufwand der Schule. Zudem kann es maßgeschneidert für jede Schulart eingesetzt werden“, beschreibt Blomberg die Vorteile. Jede Schule kann die für sich nötigen Programme aussuchen und installieren. Es gebe auch Speicherplatz, beispielsweise für die Hausaufgaben der Schüler.

 Das hat auch Renate Rebmann, Leiterin der Grundschule am Sonderburger Platz überzeugt: Als erste Grundschule entschied man sich für den neuen Portalserver. „Wir haben seit 2011 eine neue Computerausstattung der Schule geplant und dafür gespart . Da kam das leicht verständliche System gerade recht“, erklärt sie. 15.000 Euro für 16 neue PCs samt Ausstattung gab die Schule aus. Das Programm wurde im November 2012 installiert und hat sich bislang bewährt.

 Doch muss eine Grundschule, in der Sechs- bis Elfjährige das Abc lernen, überhaupt schon mit Computern ausgestattet sein? „Der Computer als zusätzliches Medium ist nicht mehr wegzudenken. Deswegen möchten wir die Kinder gezielt an den Computer heranführen und Aufklärungsarbeit leisten“, sagt Konrektorin Heidrun Fischer. Über 90 Prozent der Eltern hätten dem Computereinsatz zugestimmt. „In der ersten Klasse sind das ein bis drei Stunden im Monat, später nutzen sie die Computer für die Lernwerkstatt Deutsch und Mathe, erste Texte oder Referate“, beschreibt Lehrerin Meike Bopzin. In manchen Fällen motiviert der Computer mehr zum Lernen des Einmaleins, Logikaufgaben würden sich via Display und Tastatur spielerischer lösen lassen.

 Die neunjährige Fiona ist ganz begeistert: „Damit kann ich das wiederholen, was ich im Unterricht gelernt habe – und es spart Papier“, zählt sie überzeugt auf. Und: „Manchmal tun mir meine Hände nach dem Schreiben weh, da ist das Klicken besser“, sagt sie. Dem zehnjährigen Tobias gefällt das bunte Treiben auf dem Bildschirm besser als die schwarz-weißen Kopien von Aufgaben.

 Im Februar und März sind Info-Veranstaltungen für weitere Kieler Schulen geplant. Die Teilnahme an der Installation von IServ ist freiwillig. „Sie soll aber mal flächendeckend in Kiel eingesetzt werden“, erläutert Freund.

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