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Kiel Für die Kanuten ging es auf die Förde
Kiel Für die Kanuten ging es auf die Förde
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08:01 17.05.2018
Von Frida Kammerer
Freude dominierte bei den Athleten der Special Olympics bei den Kanu-Finalläufen in der Hörn. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Kai Sparenborg paddelt seit mehr als 20 Jahren im Kanu. Schon bei drei großen Wettbewerben war er dabei, verschiedene Gold- und Bronzemedaillen hat er gewonnen. Die Special Olympics sind die vierten großen Wettkämpfe für den 47-Jährigen. Welchen Platz der Kanute, der im Kieler Kanu-Klub paddelt, am Ende belegt, ist ihm egal: "Für mich ist es das Wichtigste mitzumachen", sagt Sparenborg.

Bei den Kanuten treten 99 Amateursportler mit geistiger und/oder Mehrfachbehinderungen an sowie 21 Unified-Sportler. Das sind Athleten ohne Einschränkungen, die – meist in einem Team mit eingeschränkten Sportlern – an den Wettkämpfen teilnehmen. Bei den Finals geht niemand leer aus – sechs Boote treten gegeneinander an, acht Plätze sind zu vergeben. Die Ränge eins bis drei bekommen klassisch eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille, die Plätze fünf bis acht werden mit besonderen Bändern geehrt.

Holger Suhk, Koordinator der Kanu-Wettkämpfe, sieht diese Ehrungen sogar als besonderen Vorteil gegenüber anderen Sportevents: "Wir wollen hier gemeinsam Sport treiben, es steht die Solidarität im Vordergrund", erklärt er. Daher treten hier auch Menschen mit und ohne Behinderung gegeneinander an. "Wenn doch alle die gleichen Zeiten erlaufen oder paddeln, warum sollen sie nicht zusammen gegeneinander antreten?", sagt Organisationsleiter Frank Meyer-von Törne.

Tatsächlich kennen sich viele Sportler von anderen Veranstaltungen, kaum jemand kommt zehn Schritte voran, ohne angehalten zu werden oder selbst jemanden abzufangen. Die Sportler kümmern sich umeinander, haben halbwegs im Blick, wann jemand dran ist und suchen die Athleten, die gerade aufgerufen werden. Die Betreuer und Helfer erledigen den Rest. Viele Zuschauer waren zwar nicht da, aber Pressekoordinator Stefan Seidel nimmt es gelassen: "Wir konkurrieren mit 18 anderen Disziplinen, die Zuschauer können ja nicht überall sein".

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