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Kiel Mit der Fackel kam eine klare Ansage
Kiel Mit der Fackel kam eine klare Ansage
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20:12 12.05.2018
Von Heike Stüben
Detlef Schwenßon aus Neumünster trug die Fackel mit der olympischen Flamme, begleitet von rund 50 Teilnehmern, auf der letzte Etappe bis zum Rathaus. Auf den Weg gebracht hatte die Fackel die Schirmherrin der Special Olympics, Elke Büdenbender, Ende April in Berlin. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Doch für Kai Sparenborg  von Fecit und Cornelius Schenk vom Kieler Kanu Klub war das kein Problem. Die beiden Kieler trainieren zusammen und werden bei den Special Olympics auch als Unified-Team antreten. Das bedeutet, dass Sportler mit und ohne Behinderung ein Team bilden. Begleitet von zahlreichen Klubkollegen steuerten sie ihr Kanu sanft, aber zügig an die Hörnspitze und übergaben die Fackel an Innenminister Hans Joachim Grote. Er entzündete die Flamme und übergab sie den ersten Staffelläufern. Dann wurde sie in Etappen zum Rathaus gebracht, wo sie Leichtathlet Detlef Schwenßon  aus Neumünster sicher bei  Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Sportdezernent Gerwin Stöcken ablieferte. 

Athleten fordern Landeswettkämpfe

Zuvor hatte die Athleten an der Hörn ihre Erwartungen formuliert: Sie wünschen sich, dass die Special Olympics zur Initialzündung werden und es in Zukunft regelmäßig Landeswettkämpfe gibt. Nur so könnten sie sich für die nächsten Special Olympics in vier Jahren qualifizieren. Ursula Albrecht, Vorsitzende Special Olympics Schleswig-Holstein, forderte mehr inklusive Sportstätten, die Umsetzung des Teilhabegesetzes auf allen Ebenen und die Möglichkeit für jeden, bei einem Verein in Wohnortnähe seine Sportart treiben zu können. Denn das seit bisher nur für sechs Prozent der Menschen mit geistiger Behinderung möglich. Sportdezernent Stöcken will deshalb auf einem Hearing vor den Sommerferien festzurren, wie es mit dem inklusiven Sport weiter gehen kann.

Hoffnung auf mehr Akzeptanz

Athletensprecher der Special Olympics Schleswig-Holstein, Sebastian Kröger, hofft, dass die Wettkämpfe in Kiel dazu beitragen, dass Menschen mit geistiger Behinderung besser in der Gesellschaft akzeptiert werden. Viele Zuschauer bei den Wettkämpfen – das wäre für die 4600 Athleten ein Zeichen.

Hier finden Sie das Programm.

Von Heike Stüben

Hier sehen Sie mehr Bilder vom Fackellauf.
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