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Kiel Schnelles Internet für Kieler Schulen
Kiel Schnelles Internet für Kieler Schulen
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08:00 12.07.2018
Von Martina Drexler
Ein Whiteboard statt der alten Kreidetafel: Um die Digitalisierung in der Schule voranzubringen, hat das Bundesbildungsministerium ein fünf Milliarden Euro schweres Programm unter Mitwirkung der Länder angekündigt. In Schleswig-Holstein soll das Konzept bis Ende des Jahres stehen. Auch die Stadt Kiel setzt auf Finanzspritzen aus dem Programm. Quelle: Ingo Wagner
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Kiel

Bei einem Treffen mit allen Schulleitungen stellte Bildungsstadträtin Renate Treutel den Plan vor. Danach will die Stadt mit fünf noch auszuwählenden Pilot-Schulen aller Schularten an den Start gehen. Ob Gemeinschaftsschule, Förderschule oder Gymnasien – zuerst werden die neuen städtischen Mitarbeiter eine Bestandsaufnahme erstellen und Daten sammeln, um auszuloten, was die jeweilige Schule künftig an Ausstattung, etwa an Laptops, braucht. Der Fahrplan sieht bereits nach den Sommerferien erste Workshops vor. 

70 Prozent der Schulen nutzen "Iserv"

Die Kieler Schulen sind aus Sicht der Stadt bereits gut aufgestellt. „Wir beginnen nicht bei Null. Wir haben auch im Vergleich zu anderen Städten ein solides Fundament“, verweist Treutel auf die von 70 Prozent der Schulen genutzte  einheitliche Software „Iserv“, was Stabilität in die schulische IT gebracht und zu einer erheblichen Entlastung der Lehrkräfte geführt habe.

Was aber bisher fehlte, war eine verlässliche Unterstützungsstruktur mit einheitlichen Standards. Dabei will ihnen die Stadt künftig unter die Arme greifen. Für die Schulen biete dies den Vorteil, sich in das Hotline-System einzubinden und auf den Gerätepool der städtischen IT zurückgreifen zu können, sagt Iris Diekelmann, Leiterin des Schulamtes. Mehr als 500 000 Euro hat Oberbürgermeister Ulf Kämpfer für die Stellen bereitgestellt.

Bis Ende 2019 sollen alle Schulen an Bord sein

Damit die Digitalisierungsstrategie an den Schulen aufgehen kann, setzt die Stadt vor allem beim Ausbau von starken Netzen auf die Finanzhilfe von Land und Bund. Es sei toll, dass das Land etliche Millionen Euro für den Glasfaseranschluss bis vor die Türen investieren wolle, sagt die Stadträtin. Aufgabe der Stadt als Schulträgerin sei es aber, die Verbindung in die Gebäude herzustellen, was nur nach und nach geschehen könne. Doch bis Ende 2019 sollen alle Kieler Schulen erfasst sein.

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