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Kiel Zentrum für Baukultur soll nach Kiel
Kiel Zentrum für Baukultur soll nach Kiel
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06:00 05.11.2018
Von Martina Drexler
Die alte Turnhalle im Gebäudekomplex in der Waisenhofstraße 1-3 soll nach Vorstellung von Stadtbaurätin Doris Grondke eine neue Nutzung erfahren: Sie schlägt die Einrichtung eines Zentrums für Baukultur vor. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Das Bedürfnis der Bürger, über die rasante Stadtentwicklung zu sprechen, sei groß, sagte Stadtbaurätin Doris Grondke (parteilos) in der Bauausschuss-Sitzung. Sie schlug in einer Beschlussvorlage vor, in der städtischen Liegenschaft in der Waisenhofstraße ein Zentrum für Baukultur einzurichten. In der Politik stieß die Idee auf große Zustimmung.

Ein Forum für Podiumsdiskussionen, Führungen und Ausstellungen

Was sich die Stadträtin von einer solchen Einrichtung, die es bereits in mehreren Städten gibt, erhofft: Sie soll dem „bürgerlichen Engagement“, sich Gedanken über die Baukultur und damit die Identität der eigenen Stadt zu machen, mehr Platz einräumen. Ein festes Zentrum könne ein Forum für Podiumsdiskussionen, Führungen, Ausstellungen und Vorträge bieten, wo jeder, der sich für Stadtkultur interessiere, einen Gesamtüberblick über den Wandel bekommen könne.

Neue Nutzung der alten Schul-Turnhalle in der Waisenhofstraße geplant

Als geeigneten Ort schlug die Stadtbaurätin die frühere Schule in der Waisenhofstraße 3 vor.  Sie war, wie berichtet, im Gespräch, die Auslandsvereine aufzunehmen. Für die Sprachinstitute und Kulturgesellschaften, die heute in der Diedrichstraße 2 im "Haus der Vielfalt" ihren Einzug feiern, war die Fläche in der Waisenhofstraße aber zu klein. Stimmt die Ratsversammlung dem Plan nach dessen Unterstützung im Bauausschuss wie erwartet zu, würde die Stadt die alte Turnhalle durch Umbau, barrierefreien Zugang und Behinderten-Toilette ab März 2019 fit für die neue Nutzung machen. Die Initiative „Kiel hilft Flüchtlingen“, die sich derzeit bereits in dem Gebäude eingerichtet hat, bekommt zwei Ersatzräume neben der Turnhalle mit einem eigenen Eingang vom Kleinen Kuhberg aus. Das Zentrum bietet demnach 150 bis 180 Menschen Platz. Der nötige Umbau wird 250 000 Euro kosten.

Die Ampel von SPD, Grünen und FDP sowie die Linken stellte sich hinter den Vorschlag von Grondke. Die CDU sprach von einer "sehr guten Idee", meldete aber noch Beratungsbedarf an.

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