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Kiel Stadtstrand rückt in weite Ferne
Kiel Stadtstrand rückt in weite Ferne
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20:03 07.11.2014
Von Martina Drexler
So könnte der Stadtstrand aussehen. Quelle: Visualisierung: Gisbert K. Jungermann
Kiel

Ein weiteres Problem für das von der Verwaltung eigentlich als innovativ eingestufte Projekt: Zur Zeit ist nach Angaben der Stadt völlig unklar, wie die notwendige naturschutzrechtliche Genehmigung erreicht werden kann.

Politisch waren sich die Fraktionen in der Ratsversammlung im März 2013 einig im Loblied auf die Idee des Vereins Kieler Stadtstrand. Doch bereits im vergangenen Jahr hatte Bürgermeister Peter Todeskino einen Abgesang angestimmt. Nach einer Überprüfung zog er das Fazit, angesichts der vielfältigen ökologischen, verkehrlichen und finanziellen Probleme die Idee fallen zu lassen.

Daraufhin geriet der Grüne unter Beschuss und musste damals versprechen, zusammen mit den Initiatoren und Experten nach Lösungen zu suchen. Jetzt teilte er dem Bauausschuss nach einem gemeinsamen Gespräch mit Vertretern des Vereins und dem Umweltministerium mit, dass die naturschutzrechtlichen Hürden für das Projekt sehr hoch sind: Denn um den Strand, wie angedacht, im ehemaligen Strandweg anzulegen, müsste die Stadt einen gesetzlich geschützten Biotopbereich beseitigen. Diskutiert wurde die Geschäftliche Mitteilung im Ausschuss nicht.

Wolfgang Homeyer (CDU) machte Todeskino lediglich auf einen Lapsus in der Mitteilung aufmerksam, der dem Grünen eigentlich als „Dorn im Auge“ hätte auffallen müssen. In der Information stand als Adresse für den Stadtstrand noch Hindenburgufer. Dessen Umbenennung in Kiellinie hatten vor allem die Grünen vorangetrieben

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