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Kiel DGB kritisiert Kieler Wirtschaftsbericht
Kiel DGB kritisiert Kieler Wirtschaftsbericht
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14:18 26.10.2018
Von Martina Drexler
Steigende Zahlen listen Wirtschaftsbericht und Wirtschaftsmonitor vor allem in der Kieler Tourismus-Branche auf. Im Jahr 2026, lautet die Prognose, komme man vermutlich auf fast eine Million Übernachtungen. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Nach der jüngsten Analyse im Wirtschaftsbericht 2018/19 und den Statistiken im Wirtschaftsmonitor ist die Kieler Wirtschaft in vielen Feldern im Aufschwung. Mit 170.400 lag die Zahl der Erwerbstätigen so hoch wie noch nie, die Zahl der Arbeitslosen mit 11.200 so niedrig wie vor 25 Jahren. Rekorde gab es auch bei den Übernachtungszahlen. Die Stadt kann zudem auch als Hochschulstandort punkten.

"Von guten Arbeitsbedingungen weit entfernt"

Frank Hornschu erklärt: „Viele Menschen sind nach wie vor von guten Arbeits- und Einkommensbedingungen weit entfernt und können von der Erwerbsarbeit kaum leben.“ Knapp 34.000 Erwachsene und rund 9000 Kinder seien in Kiel auf Transferleistungen aus Steuermitteln angewiesen.

Die Kieler Gewerkschaften vermissen im Bericht, der auch eine Werbebroschüre für Messen und bei Investoren sein soll, laut Hornschu eine angemessene Würdigung der Leistungen der Beschäftigten sowie eine adäquate Darstellung der kommunalen und interkommunalen Gewerbeflächen. „Ein Arbeitsplatz in der gewerblichen Produktion zieht zwischen zwei bis vier Arbeitsplätze im Dienstleistungs- und Logistikbereich nach sich.“ Mit Blick auf den digitalen Wandel und Netzausbau fordert er klare Regeln, um die soziale Teilhabe für alle zu garantieren.

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