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Kiel Nur wenige Gründe für Angst
Kiel Nur wenige Gründe für Angst
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07:00 04.11.2018
Von Niklas Wieczorek
Kiel ist verhältnismäßig sicher und wird immer sicherer: Das legt ein Blick auf die Zahlen der Polizei nahe. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbol)
Kiel

41.790 Straftaten im Stadtgebiet registrierte die Polizeiinspektion Kiel im Jahr 1995. Im vergangenen Jahr 2017 zählte die Polizeidirektion Kiel 23.934. Über 22 Jahre ist das ein Rückgang um rund 43 Prozent. Digital veröffentlicht wird die Polizeiliche Kriminalstatistik seit 2004, was einen Rückblick bis 2003 ermöglicht: Damals lag die sogenannte Kriminalitätsbelastung – also die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner – bei 16.457. 2017 fiel sie erstmals im erfassten Zeitraum unter 10.000 (9673). Kiel ist demnach deutlich sicherer geworden.

In Kiel gibt es keine stärkeren Gründe für Angst

"Ich glaube, dass man in Kiel sehr ordentlich leben kann", sagt der Kriminalwissenschaftler und Strafrechtler Prof. Manfred Heinrich von der Christian-Albrechts-Universität Kiel. "An sich kann jeder hier ohne echte Gefahr auf die Straße gehen." Das gelte allerdings fast für die gesamte Bundesrepublik. Insofern sei Kiel sogar repräsentativ.

Einige Deliktfelder bereiten Probleme

Dennoch gibt es konjunkturelle Schwankungen, stark ansteigende Delikte, die auch in Kiel Niederschlag finden: "Die Einbruchsdiebstähle waren vor drei Jahren tatsächlich sehr hoch", sagt Heinrich (2015: 926 Fälle). "Da hat sich vermutlich eine Bande sehr stark betätigt." 2015 hatte auch diese Zeitung intensiv berichtet. Die Polizei setzte einen Schwerpunkt, und in den jüngsten beiden Jahren sanken die Zahlen wieder (über 625 auf 572). "Da hat man in Kiel energisch durchgegriffen", sagt Heinrich. „Aber man muss auch immer an die Ressourcen denken: Wenn die Polizei an der einen Front kämpft, fehlt sie an der anderen." Es sei aber auch eine Aufgabe der Polizei, dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger zu entsprechen.

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