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Kiel Kleingärtner: Sie reden miteinander
Kiel Kleingärtner: Sie reden miteinander
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09:00 26.07.2018
Von Niklas Wieczorek
Trafen sich am Mittwoch, um über die Stimmung in den Kieler Kleingärten zu sprechen: Carsten Kähler (von links, Immobilienwirtschaft Kiel), Werner Müller (Verband), Klaus Petersen (Verband), Holger Kuhl (Verein), Margret Klempin (Verein) und Axel Zabe (Verein). Quelle: Frank Peter
Kiel.

Während eines Rundgangs durch das Gelände, der an der Anlage Kollhorst begann, tauschten sich Stadt, Kleingärtnerverein und Kreisverband der Kleingärtner über ihre Probleme und Sorgen aus. Danach betonten die Beteiligten: Es sei gut, dass man miteinander geredet habe. Aber einig ist man sich noch lange nicht.

Die heftige öffentliche Debatte, die nach dem öffentlichen Vorstoß des Vereinsvorsitzenden Axel Zabe entstanden war, konzentrierte sich auf mehrere Aspekte: Die Probleme in den Kleingärten entstehen laut Zabe vor allem dadurch, dass sich ausländische Pächter nicht an Regeln halten, Deutsche bedrohten und verdrängten. Weil ihm die Möglichkeiten fehlten, sich durchzusetzen, kündigte er an, in einigen Bereichen keine Ausländer mehr aufnehmen zu wollen. Zabe hofft, so die Probleme zu entschärfen.

Stadt hat Kleingärtnern in Kiel Hilfe versprochen

Annette Wiese-Krukowska, Sprecherin der Stadt Kiel, war bei dem Rundgang dabei. „Pflichtgemäß aufgrund der Berichterstattung“ sei der anberaumt worden, sagt sie. Schließlich hatte der Verein von viel zu großen Lauben, Tierschächtungen und anderen Verstößen berichtet. Die Anlagen der Kleingärten gehören genau genommen der Stadt Kiel, weshalb der Kreisverband mit ihr einen Generalpachtvertrag abschließt. Seit dem 1. Juli habe die Verwaltung zwei neue Kollegen eingestellt, berichtete Wiese-Krukowska, die dieser „Betreiberverantwortung“ noch genauer nachkommen sollen. „Das ist heute unterstrichen worden, dass wir das durchführen als Stadt.“ Auch Axel Zabe begrüßt das: „Ich bin an und für sich zufrieden“, sagte er. „Man hat versprochen, dass man uns hilft.“ Er hält seine Äußerungen weiterhin für einen legitimen Hilferuf nach Ordnungskräften.

Ein monatlicher Stammtisch soll helfen

Zabe sprach danach von einem monatlichen Stammtisch, den er sich vorstellen könne – auch auf Sprachmittler zurückzugreifen, sei ein denkbarer Weg, „wenn wir welche kriegen“. Nicht einig wurden sich die Parteien aber beispielsweise in der Frage, ob es verbotene Schächtungen gegeben habe: Zabe betonte, dies früher dem Veterinäramt stets gemeldet zu haben – von der Stadt heißt es: „Einer muss es doch hinkriegen, das zu fotografieren.“ Zabe will jetzt zukünftig wieder Meldung erstatten, sobald der nächste Fall auftritt.

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