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Kiel "Mosel" von heikler Mission zurück
Kiel "Mosel" von heikler Mission zurück
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09:43 04.10.2018
Von Frank Behling
Tender "Mosel" ankert bis Freitag in der Strander Bucht. Einem beliebten Segel- und Tauchrevier. Quelle: Frank Behling
Kiel

Diese Operation war im Mai 2015 gestartet worden, um das Sterben der Flüchtlinge vor der libyschen Küsten zu stoppen. Die Menschen sollten gerettet und die Schlepper festgesetzt werden. Drei Jahre später ist von Rettung jedoch nicht mehr die Rede. Nachdem Italiens Regierung im Mai einen radikalen Kurswechsel vornahm und die Aufnahme von aus Seenot geretteten Flüchtlingen ablehnte, wurde auch die Mission der „Mosel“ zu einem politischen Drahtseilakt.

Lagebild statt Seenotrettung

Ergebnis: Die „Mosel“ kehrt als erstes deutsches Marineschiff von der Operation Sophia ohne Erfolgsabzeichen für die Rettung von  Menschen aus Seenot zurück. Der italienische Befehlshaber der EU-Operation Sophia setzte den Schwerpunkt seit Mai voll auf die Bekämpfung von Waffen- und Drogenschmuggel sowie die Seeraumüberwachung vor Libyen. Die „Mosel“ hat dabei zur Erstellung eines Lagebildes für die Nato und EU geholfen und dabei wertvolle Informationen gesammelt.

Der Smiley hängt wieder am Schornstein

Äußerlich gibt es auch eine Veränderung an dem 100 Meter langen Schiff. Am Schornstein der „Mosel“ hängt wieder das Motivationssymbol des Schiffes: Der „Smiley“. Das gelbe Strichgesicht ist wie ein Stahl-Emoji seit Jahren ein Wappen des Schiffes. Es war nach der letzten Werftüberholung kurzzeitig verloren gegangen. Seit Dienstag ankert die „Mosel“ bereits vor Strande, dort nutzt die rund 100-köpfige Besatzung die Zeit zur Vorbereitung aufs Einlaufen.

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