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Kiel Lebensretter werden, ist nicht schwer
Kiel Lebensretter werden, ist nicht schwer
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10:00 30.11.2018
Von Jennifer Ruske
Julia Germeshausen (links) gibt für die Typisierung im RBZ am Tisch von Alina Becker eine Speichelprobe ab. Quelle: Jennifer Ruske
Kiel

Mund auf, Stäbchen rein: Leben retten kann so einfach sein. Eine Speichelprobe reicht schon. Anhand derer können Ärzte bestimmen, ob man als Stammzellenspender für einen an Blutkrebs erkrankten Menschen geeignet ist und ihm oder ihr zu einer neuen Lebenschance verhelfen kann, erklären Anna-Lena Schmidt und Yannik Levenhagen von der DKMS in den drei Vorträgen vor den Schülern des RBZ am Ravensberg. Und Hilfe wird dringend benötigt: Alle 15 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die Diagnose Blutkrebs. Und einen geeigneten Stammzellenspender zu finden, ist schwierig.

Zweite Aktion an der Schule

An Blutkrebs ist auch ein Verwandter eines Schülers des RBZ erkrankt: „Das ist mit ein Grund, warum wir die Typisierungsaktion organisiert haben“, erklären die Lehrerinnen Carina Degner und Nicole Hegedüs. Es ist bereits die zweite Aktion, die an der Schule durchgeführt wurde. Vor einigen Jahren war es eine Kollegin, die an Leukämie litt und der – sowie vielen anderen Menschen – die Schüler und Lehrer mit ihrer Speichelprobe helfen wollten.

Stäbchen eine Minute im Mund

Dass sie jemandem das Leben retten könnten, ist für Annika Hilbert (19) und Marco Kortun (18) Grund genug, sich zu beteiligen. „Das ist doch schnell gemacht und tut nicht weh“, finden beide. Drei Stäbchen drückt ihnen Alina Becker (23) in die Hand, die jeweils eine Minute lang im Mund hin und her bewegt werden sollen. Die Auszubildende als Kauffrau für Büromanagement ist eine von 28 (Berufsfach-)Schülern, die die Anmeldeformalitäten und die Typisierung durchführen. Unterstützt wird das Ganze zudem von einer Stiftung, die die Kosten von jeweils 35 Euro pro Typisierung trägt.

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