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Murmann folgt auf Jacobi

UV Kiel Murmann folgt auf Jacobi

Wechsel an der Spitze des Unternehmensverbands Kiel: Hendrik Murmann (45) wurde am Donnerstagabend zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Er löst Ulrich Jacobi (63) ab, der nach 18 Jahren nicht wieder kandidierte.

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Führungswechsel beim UV Kiel: Hendrik Murmann (links) löst Ulrich Jacobi (rechts) als Vorstandsvorsitzender ab. OB Ulf Kämpfer und UV-Nord-Präsident Uli Wachholtz würdigten die Arbeit des Verbandes.

Quelle: Frank Peter

Kiel. "Ein Verband muss immer junge Leute in seiner Führung haben", sagte Jacobi bestens gelaunt am Donnerstag am Rande der Mitgliederversammlung im Alten Güterbahnhof. Er gehe zu einem Zeitpunkt, "an dem ich noch keinem auf den Wecker gehe". In einem Grußwirt lobte UV-Nord-Präsident Uli Wachholtz das "vorbildliche und vielfältige ehrenamtliche Engagement" Jacobis. "Du warst das Gesicht der Kieler Wirtschaft - immer klar und deutlich."

Sein Nachfolger Hendrik Murmann ist geschäftsführender Gesellschafter der J.P. Sauer & Sohn Maschinenbau GmbH mit Sitz in Friedrichsort und seit dem Jahr 2015 im Vorstand des UV Kiel aktiv. Murmann sprach von einem großen "Erbe, das der neu gewählte Vorstand mit Respekt und Verantwortungsgefühl weiterführen wird". Und Jacobi freute sich zum Abschied vor allem über das "starke Standing", das der Verband inzwischen bei Stadt, Sozialpartnern und Unternehmen genieße.

In seiner Antrittsrede, die unter dem Motto "Verantwortung übernehmen" stand, konzentrierte sich Murmann auf die Themen digitaler Wandel, Ausbildung und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Er sehe in der aktuellen Situation mehr Chancen als Risiken. Gleichzeitig wünscht er sich von der Kieler Politik Planungssicherheit, vor allem in der Flughafenfrage. "Herr Kämpfer, da wissen Sie uns an Ihrer Seite", sagte er direkt zum Oberbürgermeister, der ebenfalls ein Grußwort sprach. Und der OB, der sich seit Monaten für den Markenbildungsprozess in Kiel stark macht, bekam vom neuen UV-Kiel-Chef einen kleinen Seitenhieb mit auf den Weg. Der Verband sei "kein Fan" von Kiel-Sailing-City. "Wir sind hier ein Industriestandort, das wird in der Öffentlichkeit leider manchmal vergessen."

 

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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