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Kiel Schick, pfiffig und gut für die Umwelt
Kiel Schick, pfiffig und gut für die Umwelt
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19:26 18.12.2014
Von Jürgen Küppers
Dr. Jörg Teupen (Stadtwerke, li.) und Bürgermeister Peter Todeskino (re.) überreichten die Preise an (v.li.) Timo Peschke und Sandra Porath (Pyua Outerwear), Gabriele Königsberger und Michael Rusche (Textilrecycling Starthilfe Kiel) und Jörn Jacobi (Scuddy). Quelle: Frank Peter
Kiel

Die laut Jurymeinung besten Ideen und Entwicklungen dazu wurden am Donnerstag im Ratssaal mit Geldprämien im Gesamtwert von 5000 Euro ausgezeichnet.

 Den ersten Preis in Höhe von 3000 Euro heimste die Kieler Firma Sportsman’s Delight mit der von ihr entwickelten Outdoorbekleidung unter dem Markennamen Pyua ein. Laut Unternehmensangaben werden die wasser- wie winddichten Kleidungsstücke der Kollektion ausschließlich in Europa nach ökologischen und sozialen Standards produziert. Sie bestehen aus bereits recycelten oder recyclingfähigen Polyester-Materialien, die weder Umwelt noch Gesundheit ihrer Träger schaden. Zudem können Kunden mit Hilfe einer Smartphone-App die zehn nächstgelegenen Orte finden, an denen Pyua-Produkte abgegeben und dem Recycling zugeführt können.

 Schick, praktisch, umweltfreundlich zugleich und damit preiswürdig fanden die Juroren auch den in Kiel produzierten Scuddy, einen Roller mit Elektroantrieb, der ökonomisch, ökologisch und effizient arbeite. Das bis auf die Größe einer Wasserkiste zusammenfaltbare Gerät, dessen Teile alle aus Deutschland stammen, weist eine technische Besonderheit auf: Es führt die Energie, die beim Bremsen entsteht, in die Energiezelle zurück. Der faltbare Scuddy kann auch als Trolley zum Transport von Gepäckstücken oder anderen Lasten verwendet werden. Belohnt wurde die Kieler Entwicklung mit einem zweiten Umweltpreis in Höhe von 1500 Euro.

 Ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro geht an das drittplatzierte Projekt „Gute Karten“. Menschen mit einer psychischen Behinderung stellen in ihrer eigenen Werkstatt – Textilrecycling der Starthilfe Kiel – Dokumententaschen aus alten und ausgemusterten Schulwandkarten her. Das Projekt wurde bereits für den Unic-Designpreis nominiert, der an Gestalter mit Behinderung sowie Designteams behinderter und nichtbehinderter Gestalter verliehen wird. Stadtwerke-Vorstandsmitglied Jörg Teupen räumte bei der Preisverleihung zwar ein, beim diesjährigen Wettbewerbsthema nachhaltiges Design erst einmal gestutzt, beim Nachdenken darüber allerdings dessen Wert dann aber doch erkannt zu haben: „Schließlich hat gutes Design nachhaltiger Produkte starken Einfluss auf eine lebenswerte Umwelt.“ Nicht zuletzt durch eine hierbei erzielte Langlebigkeit der Erzeugnisse sowie eine ressourcenschonende Produktion.

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