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Regen trübte die Premierenfreude

Weihnachtsmarkt Regen trübte die Premierenfreude

So hatten sich Händler und Veranstalter den Neustart des mit viel Aufwand umstrukturierten Weihnachtsmarktes wohl nicht vorgestellt. Denn eisiges Wasser von oben und scharfer Wind von der Seite verhagelte Besuchern die Lust aufs Bummeln und damit vielen Standbetreibern das Geschäft.

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Peter Kaben und Hannah Bittner bieten auf dem Holstenplatz Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge an. Doch solche Stände mit Kunsthandwerk gibt es nach Einschätzung von Peter Kaben immer weniger. Denn der damit erzielte Umsatz stehe in keinem angemessenen Verhältnis mehr zu Mieten und Abgaben.  

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Kurz vor der Weihnachtsmarkt-Zielgeraden hoffen die Händler aber jetzt auf Gnade der himmlischen Gewalten – und auf bessere Umsätze.

Wie berichtet, nahmen die Großen der Schaustellerbranche viel Geld in die Hand, um ihre Buden auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt der Stadt aufzuwerten. So hatte Weihnachtsmarkt-Sprecher Manfred Jipp eine fast 13 Meter hohe Weihnachtspyramide im Wert eines Einfamilienhauses auf seinem Glühweinstand am Asmus-Bremer-Platz montieren lassen.

Ähnlich viel investierte auch sein Kollege Kai Schütt in seinen neuen Stand inklusive der nagelneuen Winter-Lounge auf dem Holstenplatz. „Die Besucher sind fast alle begeistert vom neuen Konzept, trotzdem war das Geschäft aufgrund des stürmisch-nassen Wetter sehr durchwachsen.“ Das ändere aber nichts daran, dass sich das neue Konzept und die Investitionen gelohnt hätten.

So sieht das auch Manfred Jipp. „Wir haben es geschafft, viele Besucher wieder zu uns zu ziehen, die im vergangenen Jahr ins Weihnachtsdorf auf dem Rathausplatz abgewandert waren.“ Dieser Trend sei nun gestoppt. „Offenbar haben wir den Geschmack der Besucher getroffen, sie haben mit den Füßen abgestimmt.“ Manfred Jipp räumt zwar ein, dass sich das Wetter nicht gerade umsatzfördernd auswirkte. „Aber so richtig schlimm war es nun auch wieder nicht.“

Aber es gibt auch kritische Stimmen. „Ich finde das Konzept mit mehr Platz für die Besucher und die neue Beleuchtung zwar auch sehr gelungen“, sagt Peter Kaben, der seit mittlerweile 36 Jahren an seinem Stand auf dem Holstenplatz handgefertigte Weihnachtsfiguren aus dem Erzgebirge verkauft: „Was mir aber gar nicht gefällt: Es gibt kaum noch Stände mit Sachartikeln. Dafür umso mehr mit gastronomischen Angeboten, die die hohen Abgaben und Mieten erwirtschaften können.“

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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