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Kiel Anwohner-Protest in Ellerbek
Kiel Anwohner-Protest in Ellerbek
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08:01 21.04.2018
Von Martin Geist
Das ist die neue Regelung: Im Hintergrund der mit Fahrradbügeln abgeschirmte Platz, vorne die Wellingdorfer Straße und die Katharinenstraße, die zu Einbahnstraßen umfunktioniert wurden. Quelle: Martin Geist
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Kiel - Ellerbek

Wo die Wellingdorfer Straße, die Danziger Straße und die Katharinenstraße aufeinandertreffen, befand sich bisher eine kleine Rasenfläche mit einigen Bäumen darauf. So ist das zwar immer noch, allerdings wird die Insel großflächig durch in der vergangenen Woche aufgestellte Fahrradbügel abgeschottet. Grund dafür ist das von der Diakonie Altholstein getragene Projekt „Wellingdorfer Wohnzimmer“.

Obwohl die Abgrenzung mit den Fahrradbügeln ausdrücklich ein Provisorium sein soll, geht etlichen Betroffenen die Kreativität schon jetzt zu weit. Der Ellerbeker Hartmut Faehnrich schimpft: „Was soll das? 80 Prozent der Leute, die hier wohnen, haben einen Balkon. Die setzen sich nicht auf die Straße.“

Es gibt auch Befürworter für die Idee

Unmut regt sich aber vor allem um die Verkehrsführung und die nach Darstellung der Skeptiker ohnehin angespannte Parksituation in dem Quartier mit ungefähr 280 Wohneinheiten. In Fahrrichtung Danziger Straße hat die Stadt die Wellingdorfer Straße und die Katharinenstraße in Einbahnstraßen umgewandelt. Und wegen der Fahrradbügel in der Wellingdorfer Straße gibt es weniger Parkplätze.

Mehr Leben im Freien, bessere Möglichkeiten der Begegnung – dieses Anliegen findet dennoch auch Unterstützung im Viertel. „Ich bin dafür“, versichert Asta Hoffmann, die im Erlenkamp wohnt. „Es gibt bestimmt Menschen, die sehr einsam sind und sich über einen Platz freuen, wo sie jemanden treffen können.“

Tiefbauamt kündigt Gesprächsbereitschaft an

Dagmar Richter vom Quartiersbüro Wahlestraße wendet sich ebenfalls gegen pauschale Kritik. Bisher hätten die Straßen praktisch allein den Autos gehört, argumentiert sie. Dennoch gesteht sie zu: Über die neuen Einbahnstraßenregelungen und die extreme Verengung im Bereich der Insel müsste noch einmal geredet werden. Und das dürfte der Fall sein. Christian Stamer vom Tiefbauamt stellte sich Gegnern wie Befürwortern des Projekts und äußerte Bereitschaft zu Nachbesserungen.

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