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Kiel Hier werden Spatz und Igel aufgepäppelt
Kiel Hier werden Spatz und Igel aufgepäppelt
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10:00 29.10.2018
Von Karina Dreyer
Nun können die Wildtiere einziehen: Gestern eröffnete der Tierschutzverein seine neue Wildtierstation mit vielen Gästen und Programm. Zur offiziellen Eröffnung schnitten (von links) Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund, Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Tierheimleiterin Elisabeth Haase, Andreas Klötzing von der Klara-Samariter-Stiftung, Minister Jan Philipp Albrecht und Sabine Petersen vom Tierschutzverein das Band zur neuen Wildtierstation durch. Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Es hagelte Lob, Anerkennung und etliche Finanzspritzen bei der Eröffnung der Wildtierstation auf dem Areal des Tierheims Uhlenkrog, das mit rund 15.000 Quadratmetern das größte Tierheim in Schleswig-Holstein ist. Auf zwei Etagen werden hier künftig verletzte Wildtiere – vom Spatzen bis zum Kormoran, vom Igel bis zum Waschbären – bis zu ihrer Auswilderung gepflegt. Volieren hinter der Station sollen den Tieren Ruhe verschaffen und ein begrüntes Dach den Insekten dienen.

Hier wurde der Kostenrahmen eingehalten

„Ein halbes Jahr wurde geplant, ein weiteres halbes Jahr gebaut, und wir sind komplett im Kostenrahmen geblieben“, erklärte Sabine Petersen vom Vorstand des Tierschutzvereins. Rund 800 Wildtiere waren es pro Jahr, die bislang in alten, dunklen und engen Garagen gepflegt wurden. Doch im Gegensatz zu den gefundenen Haustieren, für die das Tierheim von den Kommunen Gebühren für die Pflege bekommt, gibt es für die Wildtiere trotz großer Pflegeintensität keinerlei finanzielle Unterstützung. Für das Tierheim samt Mitarbeitern muss der Verein pro Jahr 700.000 Euro selbst aufbringen. Das läuft meist über Spenden, so auch bei den rund 500.000 Euro für die Wildtierstation. Den Löwenanteil trug die Klara-Samariter-Stiftung mit 100.000 Euro bei, weitere 70.000 Euro kamen von der Bingo Umweltlotterie.

OB Kämpfer: "Riesige Gemeinschaftsleistung"

Für den Tierschutz bräuchte es mehr Wertschätzung und streitbaren Einsatz, mahnte Umweltminister Jan Philipp Albrecht, der einen Förderbescheid in Höhe von 25.000 Euro mitbrachte. Das Land fördert den Betrieb und die Sanierung von Tierheimen, im Haushaltsjahr 2018 stehen dafür insgesamt 350.000 Euro zur Verfügung. Bislang wurden 21 Anträge gestellt. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer lobte das Engagement des Tierheims als riesige Gemeinschaftsleistung, die sich durch Hartnäckigkeit und Erfolg auszeichne.

Der Tierschutzverein und das Tierheim sind auf weitere Spenden angewiesen, so zum Beispiel bei der Inneneinrichtung der Wildtierstation, dazu gehören Zwischenwände, Käfige oder Brutkästen für Nestlinge. Spendenkonto: Förde Sparkasse, DE24 2105 0170 0000 1116 66, Kennwort: Wildtierstation.

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