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Kiel Neuem KiWo-Quartier fehlt Einschaltquote
Kiel Neuem KiWo-Quartier fehlt Einschaltquote
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13:46 20.06.2018
Von Karen Schwenke
An der Kiellinie hat das Woderkant-Festival mit dem Kiel-Village Premiere. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

„Mehr Kiel geht nicht“, hatte das Kieler-Woche-Büro angekündigt. „Jung, modern, szenig“ sollte das Woderkant-Festival sein. Und tatsächlich: Am Abend bewegt sich in der Dämmerung eine jugendliche Menge auf der Tanzfläche vor der Bühne zu House-Musik. Hier auf der Kiellinie haben sich Kieler Unternehmen erstmals ein eigenes Areal geschaffen. Unter dem Motto: "Wir bringen Kiel zurück auf die Kieler Woche" bieten sie ihre Produkte und Ideen an. Hinter der Bühne liegt das Kiel-Village mit Buden und das Workshop-Gelände. Doch beides liegt offenbar zu versteckt, kaum einer kauft bei den Kieler Gastronomen Eis, Burger, Bier oder Cocktails.

Standbetreiber sind ratlos

Gleiches Bild am Dienstagnachmittag: Auf der Workshop-Fläche dahinter wartet Caroline Vogt auf ganz junges Publikum, um Blumenkränze zu binden oder Tattoos zu kleben. „Wir gehen später mal ganz nach vorn, um auf uns aufmerksam zu machen“, sagt sie. Mit dieser neuen Strategie will sie auch für den Akrobatik-Yoga-Workshop werben. Die Standbetreiber nebenan sind derweil ratlos.

Annette Köhler sitzt mit einem Tablet auf den Knien vor Haris Eisstand. Die Sonne spiegelt sich in ihrer gelben Sonnenbrille, doch verkauft sie kein Eis. „Die Idee war, den Kielern das alte Kieler-Woche-Feeling zurückzugeben“, erklärt die Gastronomin. Sie erinnere sich noch gut daran, wie sich alle Kieler vor dem RSH-Zelt an der Kiellinie trafen. „Das war wie bei einer Privatparty, kein Ablaufen von Saufständen und noch nicht so kommerziell. Man hat einfach zusammen gefeiert und viel Spaß gehabt. Dieses Gefühl wollten wir wiederbeleben.“ Sie räumt aber ein, dass ihre Standlage in zweiter Reihe suboptimal ist und die Leute das Kiel-Village und vielleicht sogar das ganze Woderkant-Festival noch nicht entdeckt haben.

"Wir sind zu versteckt"

John Rapaglia, Inhaber von John’s Burger, hat seinen Stand genau gegenüber. „Wenig los hier, wir sind zu versteckt“, sagt auch er. Zwar wollte er ohnehin seine kompletten Kieler-Woche-Gewinne spenden. Aber so, wie es jetzt im Kiel-Village laufe, so würde er nicht weitermachen wollen: „Keine Gewinne sind okay, aber Verluste sind schlecht. Dann kommen die Unternehmen nicht wieder.“

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