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KVG setzt auf E-Mobilität

Zehn neue Hybrid-Busse KVG setzt auf E-Mobilität

Das Innenleben der zehn brandneuen KVG-Busse hat es in sich. Denn ihre Hybrid-Motoren sind eine Kombination aus Diesel- und Elektro-Antrieb und sollen auch für bessere Luft in Kiel sorgen. Weitere 17 solcher Fahrzeuge sollen 2018 noch hinzukommen.

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Weiß statt (KVG-)rot sind die zehn neuen Hybrid-Gelenkbusse. Eingesetzt werden die Fahrzeuge (Stückpreis: rund 400000 Euro) zunächst auf der Linie 11. Die weiteren 17 Hybrid-Busse, die die KVG noch in diesem Jahr anschaffen will, sollen dann auch auf andere Linien verteilt werden.   

Quelle: Frank Peter

Kiel. Im Laufe des Jahres plant das Nahverkehrsunternehmen in städtischer Hand nach entsprechendem einstimmigen Ratsbeschluss den Ankauf weiterer 17 Hybrid-Gelenkbusse (Stückpreis laut KVG: rund 400000 Euro). Ab 2019 sollen dann ausschließlich vollelektrische Busse beschafft werden.

Für Oberbürgermeister Ulf Kämpfer bedeutet diese erste Phase der schrittweisen Umrüstung „eine Sofortmaßnahme, um die Luft in Kiel sauberer zu halten“, wie er am Montag in seinem Grußwort zur Vorstellung der neuen Busse betonte.

Durch die Aufstockung auf insgesamt 27 Hybrid-Busse rechnet der OB mit schnell spürbaren Effekten bei der Steigerung der Luftqualität in Kiel. Denn laut KVG-Angaben beträgt der Einspareffekt eines Hybrid-Fahrzeugs gegenüber konventionellen Dieselbussen (Abgasnorm Euro VI) jährlich rund 0,63 Tonnen Stickoxid, im Vergleich zu älteren Dieselfahrzeugen (Abgasnorm Euro III) liege der Einspareffekt sogar bei 1,5 Tonnen pro Jahr. Dies entspreche einer Reduktion des Schadstoffausstoßes um 94 Prozent.

Doch die Batterien der neuen Hybrid-Busse haben nach Angaben von KVG-Betriebsleiter Thomas Mau derzeit nur Power für eine Reichweite von rund 2,5 Kilometern. Ab einer Geschwindigkeit von 17 bis 25 Stundenkilometern schaltet der Motor automatisch von Elektro- auf Dieselantrieb um.

Einen ökologisch wertvollen Beitrag liefere die aktuelle Hybrid-Technologie trotzdem. Vor allem bei der Ein- und Ausfahrt an Haltestellen sei der Elektroantrieb wirksam. „Dort stehen dann die Fahrgäste nicht mehr so stark im Dieseldunst wie bisher“, erklärt Thomas Mau.

Zudem verringere der Elektromotor, dessen Batterien sich durch Bremskraft-Rückgewinnung von alleine wieder aufladen, auch die Lärmbelastung in der Stadt. Außerdem rechnet der Betriebsleiter mit Kraftstoffeinsparungen von bis zu 30 Prozent.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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