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Kiel In Schnoory Taverne lebt die Epoche
Kiel In Schnoory Taverne lebt die Epoche
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20:01 05.03.2018
Von Petra Krause
Nicht nur Fans des Mittelalters fühlen sich auf den Veranstaltung von Schnoorys Taverne wohl. Gewandung ist aber keine Pflicht. Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Denn sobald man die Tür in der Ottomar-Einking-Straße 53a öffnet, wird schnell klar, hier geht es um mehr als nur um Met. Conny und Björn Schnorr empfangen ihre Gäste meist in echter Gewandung. „Wir leben das Mittelalter auch“, sagt die 47-Jährige, die ursprünglich aus Franken stammt. Als Hausordnung hängt eine Axt an der Wand hinterm Tresen. Doch die ist bisher nicht zum Einsatz gekommen. „Stress gibt es hier nie“, sagt Tyler-Noel Kopman, Gast der ersten Stunde. Selbst als sie Besuch vom Ordnungsamt Vor der Eröffnung im Juni 2015 bekamen, meinte der Mann beeindruckt: „So etwas habe ich in Kiel noch nicht gesehen.“

Auf Märkten verkauften sie Met

Bevor die fahrenden Kaufleute sesshaft wurden, reisten sie auf verschiedenen Märkten in Kiel und Umgebung mit Met und Likören herum. Irgendwann meinte ein Kunde: „Lasst Euch doch mal an einem festen Ort nieder, wir wollen Euch nicht immer hinterherlaufen“ und gab damit quasi den Anstoß zum Projekt Shop mit Taverne.

Neben den zahlreichen Metsorten, besteht das Angebot noch aus über zehn Cidre- und 30 Bier-Sorten. Immer auf der Suche nach dem Besonderen ist Björn Schnoor auch bei den Schnäpsen. Alleine die Namen wie „scharfe Granate“, „Zündkerze“, „Stößchen“ und „Porno“ sind nicht alltäglich.

Werkeln in alten Gewändern

Der Hang zur Epoche wird auch in verschiedenen Veranstaltungen deutlich, zum Beispiel beim Mittelalter-Stammtich, wo wie einst in stilechter Gewandung gewerkelt wird. Die Frauen bringen frisch geschorene Wolle mit, kämen und spinnen sie. Es werden Pfeil und Bogen sowie Messergriffe aus Horn angefertigt. Als Werkzeuge kommen Handspindeln, Knochennadeln und Handbohrer zum Einsatz - so wie damals auch.

Jeden Freitag von 17 bis 20 Uhr sucht Björn Schnoor zusätzlich unter einem Thema etwa fünf Getränke aus, die jeder mal kosten darf. „Met kann man natürlich immer probieren“, so der 41-Jährige, der auch zu privaten Met-Verkostungen vorbei kommt. Conny ist sich sicher: „Ich finde für jeden Kunden, den richtigen Met.“ Natürlich gibt es im Laden auch das entsprechende Zubehör wie Trinkhörner und die dazugehörige Halterung am Gürtel.

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