8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Alexander Holzapfel zu den Spekulationen um Markus Anfang

Kommentar Alexander Holzapfel zu den Spekulationen um Markus Anfang

Erfolg macht sexy, das erlebt derzeit Holstein Kiels Trainer Markus Anfang. Die erste Liga ruft – Anfang vielleicht noch schneller als den Rest der Störche. Er ist Familienvater, seine Familie lebt in Köln. Der 1. FC Köln sucht zum 1. Januar 2018 einen neuen Coach. Einen wie Anfang, der aus wenig viel macht, braucht der „Effzeh“. Alles schön und gut.

Holstein Kiel wusste bis Sonnabend nichts von einem Kölner Interesse. Und Anfang? „Es gibt nichts, wozu ich Stellung beziehen müsste“, antwortete er schnippisch und beschwerte sich, dass er sich nach der „Riesenleistung gegen eine Top-Mannschaft“, dem 2:2 gegen Düsseldorf, „zu solchen Dingen äußern“ müsse. Wohlwissend, dass sein Winter-Wechsel für die Störche von größerer Bedeutung wäre als das Remis gegen Düsseldorf. Und auch, dass er sich und das Köln-Gerücht mit dem ausbleibenden Bekenntnis zu Holstein noch interessanter macht.

Will er vom Aufstiegsheld zum Abtrünnigen werden, die KSV inmitten des möglichen Durchmarschs ins Oberhaus im Stich lassen? Anfang sollte es sich gut überlegen: Vor einem halben Jahr war er noch drittklassig. In der Fußballprovinz Kiel kann der erst 43-Jährige in Ruhe Erfolgsgeschichte schreiben. In Köln ist das anders. Die Mannschaft steht vor dem Abstieg, der Klub ist ein Pulverfass. Es wartet der schonungslose Boulevard. Dagegen ist Kiels Gerüchteküche echter Pipifax.

Und dann muss Anfang schnell sagen, was Sache ist. Denn nur so vermeidet er, dass die ohnehin aufkeimende Unruhe im Storchennest den möglichen Aufstieg verhindert!

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Alexander Holzapfel
Ressortleiter Sport

Mehr aus KN-Kommentare 2/3