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Andreas Geidel zu Holstein Kiel in der Krise

Kommentar Andreas Geidel zu Holstein Kiel in der Krise

Willkommen im Tabellenkeller, Holstein Kiel! Von Abstiegsgefahr zu sprechen, verbietet sich angesichts der noch ausstehenden 31 Spieltage. Doch die Krise, in die sich der Fußball-Drittligist nur drei Monate nach dem so knapp verpassten Aufstieg hinein manövriert hat, die lässt sich nicht leugnen.

In der Vorsaison bildete die beste Defensive der Konkurrenz die Basis aller Erfolge. Heute steht die Schießbude der Liga in Kiel. 15 Gegentreffer nach sieben Partien lügen nicht. Die wegen Vereinswechseln oder Verletzungen weggebrochene Achse Kronholm-Wahl-Krause-Vendelbo-Kazior ist nicht annähernd gleichwertig ersetzt worden. Auch deshalb steht die Philosophie von KSV-Cheftrainer Karsten Neitzel, diese von harter Arbeit geprägte Liga vor allem mit gehobener Spielkultur dominieren zu können, auf dem Prüfstand. Zu oft durchkreuzten bisher just jene Defensiv-Neuerwerbungen, die als künftige Leit-Störche auserkoren waren, mit individuellen Fehlern die Matchpläne.

Das beste Mittel gegen die nach drei Niederlagen in den jüngsten vier Partien um sich greifende Verunsicherung ist die hinten stehende Null. Muss deshalb ein Abwehrroutinier aus dem Heer der zurzeit vereinslosen Profis verpflichtet werden? Eher nicht. Die Qualität des vorhandenen Personals sollte genügen, wenn es denn mit Blick auf die Stammplätze neu geordnet wird. Die Zeit für mutige Veränderungen drängt. Der im Frühjahr gewonnene Kredit steht auf dem Spiel. Und im schlimmsten Fall sogar noch mehr.

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Andreas Geidel
Sportredaktion

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Talfahrt hält an
Foto: Da war noch alles offen: Dominik Schmidt schoss das Tor für Holstein Kiel in der 23. Minute.

Zwei individuelle Fehler in 90 Minuten, zwei Gegentore: Fußball-Drittligist Holstein Kiel wird in diesen Tagen gnadenlos abgestraft. Das 1:2 (1:1) am Sonnabend gegen die Stuttgarter Kickers vor 5112 Zuschauern im Holsteinstadion war die bereits dritte Niederlage in den vergangenen vier Partien mit nur einem Remis.

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