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Andreas Geidel zur Lage von Holstein Kiel

Kommentar Andreas Geidel zur Lage von Holstein Kiel

Geschlagen, aber nicht gebrochen. Verloren, aber nicht eingeknickt. Muss Fußball-Drittligist Holstein Kiel nach dem 1:3 in Duisburg trauern? Ob der verpassten Chance zum direkten Zweitligaaufstieg Frust schieben? Die Antwort fällt extrem leicht: Nein!

Denn der endgültig besiegelte Einzug in die Relegation gegen den Drittletzten der Zweiten Liga ist zum jetzigen Zeitpunkt das Nonplusultra für die Störche. Die Partien bei den künftigen Mitgliedern des Bundesliga-Unterhauses, Arminia Bielefeld und MSV Duisburg, haben ein elementares Detail ans Licht befördert: Die Konkurrenz auf Top-Niveau hat mehr Einzelspieler der Extraklasse als Holstein.

Die Störche versuchen, diese Individual-Defizite mit Teamgeist, ausgefeilter Strategie und extremer Leidenschaft zu kompensieren. Das hat Charme, sorgt für Sympathiepunkte und kann funktionieren, wie das verdiente 2:2 auf der Bielefelder Alm gezeigt hat. Muss aber nicht, wie das gerechte Resultat vom vergangenen Sonnabend dokumentiert. Bleiben zwei oder gar drei KSV-Profis unter Normalform, gerät das über Monate so stabile Gerüst gegen Kontrahenten auf Augenhöhe oder höher schnell zu einem fragilen Glasbau.

Fußball-Kiel hat diese, der vergleichsweise seriösen Finanzpolitik geschuldete Realität zu akzeptieren. Die Vorfreude auf zwei weitere Partys mit Thriller-Faktor bleibt: Aufstiegs-Playoffs! Wie gerne würden sie in Münster, Chemnitz, Wiesbaden, Stuttgart oder Osnabrück wohl mit den Störchen tauschen?

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1:3-Niederlage
Foto: Die Gesichter der Spieler spiegeln die Stimmung zur Halbzeit wieder.

Holstein Kiel musste in Duisburg eine Niederlage hinnehmen. Der MSV besiegte die Kieler Störche mit 3:1 (3:1) im heimischen Stadion.

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