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Anne Steinmetz zu Kiels geplanten Veränderungen

Kommentar Anne Steinmetz zu Kiels geplanten Veränderungen

Kiel verändert sich rasant. In zehn Jahren wird die Stadt kaum wiederzuerkennen sein. Da sind sich nicht nur die Experten einig. Wer bisher als Besucher nach Kiel kam, sah und spürte schon beim Verlassen des Bahnhofs die Folgen des Zweiten Weltkrieges.

Zwar türmten sich schon lange keine Schuttberge mehr auf, und es klafften auch keine Baulücken. Aber die Innenstadt war und ist geprägt von der Nachkriegsarchitektur, vom tatkräftigen Zupacken nach dem Krieg und der Suche nach einem schnellen, praktikablen Neuanfang.

Das wird sich in den kommenden Jahren ändern. Und – bei allem Respekt vor den Leistungen der Stadtplaner der Nachkriegszeit – das ist auch gut so. Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende ist es Zeit für einen Neuanfang, für einen Imagewechsel und für eine neue Atmosphäre in der Stadt. Dafür sorgen die neuen Wohnungen im Schlossquartier und der Alten Feuerwache, die die Innenstadt beleben werden. Dafür sorgt auch der Kleine-Kiel-Kanal, der zugleich eine historische Wasserverbindung wiederherstellt, dessen Ufergestaltung auch zum Verweilen einlädt. Dazu tragen nicht zuletzt die verschiedenen Hotelprojekte bei, die Gäste in die Innenstadt locken sollen.

Kiel, das darf jetzt schon vorhergesagt werden, wird dadurch einladender und belebter. Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende kann Kiel endlich den Staub der furchtbaren Jahre abschütteln. Für dieses Ziel kann man auch ein paar Jahre Baulärm, Umleitungen und Parkplatzprobleme ertragen.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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