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Bastian Modrow zu 500 neue Polizeistellen - Pro

Kommentar Bastian Modrow zu 500 neue Polizeistellen - Pro

Es geht doch! Endlich hat SPD-Innenminister Stefan Studt Nägel mit Köpfen gemacht und entlastet die Landespolizei. 500 zusätzliche Kräfte werden mittelfristig dabei helfen, riesige Überstundenberge abzutragen und die hohe Arbeitsbelastung eines jeden einzelnen Beamten zu reduzieren.

Investitionen in Sicherheitsausrüstung ist in Zeiten steigender Gewalt gegen Einsatzkräfte ein wichtiges Symbol des Dienstherrn, der sich um die Unversehrtheit seiner Polizisten sorgt. Und wenn fortan auch noch Beförderungen und entsprechende Gehaltssprünge früher und schneller möglich sind, dann wird das die derzeit lädierte Motivation in der blauen Truppe signifikant verbessern.

 Ob der Minister, der noch vor wenigen Monaten eiserner Verfechter einer weiteren Stellenreduzierung bei der Landespolizei war, selbst zur Einsicht gekommen ist, dass der eingeschlagene Kurs der Landesregierung falsch ist, ob die Polizeigewerkschaften ihre Macht ausgespielt haben oder Studt von seinem Leitungsstab zu dem Maßnahmenpaket gedrängt worden ist, spielt letztlich keine Rolle. Das Ergebnis zählt! Entscheidend ist, dass die seit Jahren wachsende Belastung der stetig schrumpfenden Landespolizei ein Ende hat und die verantwortungsvolle Arbeit der Beamten endlich die längst überfällige politische Würdigung erhält.

 Ohne Zweifel werden nun die Kritiker das Wort erheben und die Kosten des Polizeipakets beschwören. Sie alle dürfen nur eines nicht vergessen: Innere Sicherheit hat ihren Preis – und in Zeiten wachsender Gefahren durch islamistische, rechte und linke Gruppierungen ist dieses Geld nirgends besser angelegt als in einer personell wie materiell gut ausgerüsteten Polizei.

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Rechnungshof
Foto: Innenminister Stefan Studt (SPD) kündigte an, die Polizei um 500 Beamte aufstocken zu wollen.

Die Zahl der Landesbeschäftigten ist trotz des von der Regierung versprochenen Personalabbaus gestiegen. Nach Angaben des Rechnungshofes (LRH) strich das Land im Zuge der Schuldenbremse zwar seit 2011 etwa 3000 Stellen, richtete aber zeitgleich mehr als 3300 Stellen neu ein.

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