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Bastian Modrow zum extremen Niederschlag

Kommentar Bastian Modrow zum extremen Niederschlag

Windhosen, Starkregen, Hitzerekorde und Dauergewitter Folgen des Klimawandels oder „ganz normale“ Kapriolen sind, darüber streiten die Meteorologen noch. Woran es allerdings nichts zu deuteln gibt, das sind die Folgen dieses Wetters, mit denen der Norden und der Rest des Landes zurzeit zu kämpfen haben.

Bäche, die zu reißenden Strömen werden, überflutete Wohnsiedlungen und Kanalisationssysteme, die die Wassermassen nicht mehr aufnehmen können – all das kannten wir in dieser extremen Form bislang nicht.

 Schuld an der Misere sind zum nicht ganz unerheblichen Anteil die Städte und Kommunen. Zu wenig haben sie in die Instandhaltung, Modernisierung und Anpassung ihres Kanalisationsnetzes investiert. Zu wenig ist an die Folgen durch Versiegelung von Flächen und Ausweisung neuer Wohngebiete für die Abwassersysteme gedacht worden. Die Folge sind Überschwemmungen. Unkontrolliert suchen sich die Wassermassen ihren Weg, zumeist in tieferliegende Orte und in Keller von Häusern.

 Hier sind kluge kommunale Konzepte gefordert, beispielsweise durch finanzielle Anreize für Hausbesitzer, neue Sickerflächen auf ihren Grundstücken zu schaffen. Zugleich müssen moderne Kanalisations- und Pumpensysteme her. In einem sind sich die Experten nämlich einig: Die Zahl extremer Wetterlagen wie Starkregen steigt, Klimawandel hin oder her.

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Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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