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Bastian Modrow zur Geduldsprobe für Autofahrer

Kommentar Bastian Modrow zur Geduldsprobe für Autofahrer

Schleswig-Holstein drohe im kommenden Jahr der Verkehrskollaps, sagen die Spediteure und warnen vor einer auf zwei Jahre angesetzten Fahrbahnsanierung auf der Autobahn 1. Eine Sorge, die durchaus begründet ist. Schon die Behinderungen durch die bisherigen Bauarbeiten auf der A 7 haben für eine Menge Stau-Stress gesorgt.

Drosselt man die Ströme nun auch noch auf der alternativen Route, wird das zwangsläufig Konsequenzen haben – nicht nur für die Speditionen. Auch Pendler und Urlauber wird das Bauvorhaben treffen.

Die Krux ist, dass es offenkundig keine Alternative zur drohenden Doppel-Belastung auf beiden Nord-Süd-Achsen gibt. Zu prekär sei der Zustand der A 1, sodass ein Aufschub um zwei Jahre nicht möglich wäre, heißt es. Eine Erfahrung, die das Land leider nicht zum ersten Mal macht – Stichwort: Rader Hochbrücke. Wirklich nur Pech? Eher ein weiteres Indiz für eine verfehlte Verkehrspolitik, bei der jahrelang auf Verschleiß gefahren und die Unterhaltung der Infrastruktur sträflich vernachlässigt wurde.

Spediteure, Pendler und Urlauber müssen also abermals die Zähne zusammenbeißen. Ob politische Beteuerungen, dass man für die Zukunft baue, dauerhaft ausreichen werden, um vor allem die Feriengäste bei der Stange zu halten, wird sich zeigen. Das Land läuft Gefahr, dass selbst treue Küstenfans irgendwann entnervt nach alternativen Urlaubsdestinationen Ausschau halten.

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