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Bastian Modrow zur Polizeischule

Kommentar Bastian Modrow zur Polizeischule

Die Eutiner Polizeischule steht erneut im Fokus der Öffentlichkeit: Erneut machen Rassismus- und Sexismus-Vorwürfe die Runde. Erneut wirft das mutmaßliche Fehlverhalten einzelner Ausbilder und Schüler ein schlechtes Licht auf die gesamte Polizeidirektion – vor allem aber auf die neue Führung.

Erst vor einem Jahr waren Michael Wilksen und Maren Freyher angetreten, um nach monatelangen Querelen wieder Ruhe in die Polizeischule zu bringen. Ein neues Ausbildungskonzept sollte eigentlich dafür sorgen, dass sich Fehler wie bei sogenannten Whatsapp-Affäre nicht wiederholen.

 Die Frage drängt sich auf: Hat sich in diesem Jahr gar nichts verändert? Wer so denkt, tut der neuen Führung Unrecht. Das geforderte Ausbildungskonzept ist zwar bislang nur in Fragmenten zu erkennen. In einem entscheidenden Punkt sind die Verantwortlichen allerdings einen Schritt weitergekommen: Die Sensibilität und die Offenheit, Auffälligkeiten und Verstöße nicht nur zu erkennen, sondern auch konsequent zu verfolgen, sind ganz offenbar gewachsen. Die sechs aktuellen Fälle zeigen, dass hier ein Umdenken stattgefunden hat.

 Wichtig sind deshalb jetzt zwei Dinge: Zum einen muss die Eutiner Führung bei der Umsetzung ihres neuen Konzeptes alle Beteiligten – Ausbilder, Schüler, Gewerkschaften – einbinden. Zum anderen muss das Innenministerium die notwendige Finanzierung sicherstellen. Ohne zusätzliches Personal wird eine fachgerechte Ausbildung allein an den steigenden Schülerzahlen scheitern.

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Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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