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Bastian Modrow zur Versetzung von Jürgen Funk

Kommentar Bastian Modrow zur Versetzung von Jürgen Funk

Seit Wochen wirft die WhatsApp-Affäre um zweifelhafte Chat-Nachrichten ein schlechtes Licht auf die Polizeischule des Landes in Eutin. Jetzt ist offenbar der Schuldige gefunden: Jürgen Funk, Leiter der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung, geht.

Muss gehen.

 An die Erklärung des Landespolizeiamts, es handele sich lediglich um die turnusmäßige Job-Rotation der Führungskräfte, glauben selbst in der Polizei nur wenige. Die Verfehlungen einzelner Polizeianwärter sind gewiss nicht schönzureden, einer der Absolventen muss deshalb jetzt gehen. Den Leiter der Schule aber dafür zu opfern, ist überzogen und unfair. Wie soll er kontrollieren, worüber sich junge Polizei-Schüler in privaten WhatsApp-Gruppen unterhalten?

 Jürgen Funk war und ist nicht irgendein Behördenleiter. Seit fünf Jahren steht er für den Polizeinachwuchs und die Bereitschaftspolizei, ist als gradliniger, loyaler, fordernder, aber auch fördernder Ausbildungsleiter bekannt und anerkannt – und dies nicht nur innerhalb der Landespolizei, auch in anderen Blaulichtorganisationen und in der Politik genießt er hohes Ansehen.

 Wer immer für diese Personalie verantwortlich ist, ob Innenminister Stefan Studt, Landespolizeidirektor Ralf Höhs oder beide gemeinsam – eines steht schon jetzt fest: Diese Ablösung wird mehr Schaden bei der Landespolizei anrichten, als es die WhatsApp-Affäre jemals gekonnt hätte.

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Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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Polizeischule Eutin
Foto: Noch am Dienstag zeigte sich Polizeidirektionsleiter Jürgen Funk (2.v.li.) – hier mit Landespolizeidirektor Ralf Höhs (li.), Innenminister Stefan Studt (2.v.re.) und GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt (re.) – beim symbolischen Spatenstich für die neue Einsatzübungshalle In der Eutiner Polizeischule gut gelaunt.

Paukenschlag bei der Landespolizei: Jürgen Funk, Leiter der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und für die Bereitschaftspolizei (PD AFB) in Eutin, wird überraschend abgelöst.

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