13 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Birgit Holzer zur Terror-Gefahr

Kommentar Birgit Holzer zur Terror-Gefahr

Ein Mann, der mit schweren Waffen in einem Schnellzug um sich schießt – es ist kaum vorstellbar, wie fürchterlich das versuchte Attentat in einem Thalys-Schnellzug hätte ausgehen können. Verhindert wurde die blutige Tat nur durch den beeindruckenden Einsatz einiger mutiger Fahrgäste, die den Angreifer unschädlich machten. Sie hätten sonst zu seinen willkürlich gewählten Opfern zählen können. Unter dem Strich muss man sagen: Alle hatten unfassbares Glück.

Die Polizei muss nun die Hintergründe klären. Handelte der Terrorist allein? Oder im Auftrag? Doch selbst wenn man darauf Antworten findet, bleibt es schwierig, solche Taten im Vorfeld zu verhindern. Ähnlich wie bei den „Charlie Hebdo“-Terroristen war auch der jetzige Attentäter wegen seiner radikal-islamistischen Verbindungen den Behörden bereits aufgefallen – doch es fehlten genaue Hinweise, die eine dauerhafte Überwachung gerechtfertigt hätten. Ohnehin lässt sich diese unmöglich für alle potenziellen Attentäter gewährleisten. Es sind einfach zu viele.

Seit den Anschlägen auf „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt in Paris zu Jahresbeginn herrscht in Frankreich höchste Alarmbereitschaft. Von einem Dutzend vereitelter Terrorattacken ist seitdem die Rede. Längst erscheint die Gefahr permanent und unberechenbar. Und doch nutzen ständige Angst und Paranoia nichts. Vielmehr sind Wachsamkeit und im Zweifel auch Kaltblütigkeit gefragt – das zeigen die Ereignisse im Thalys-Schnellzug.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Gewinnspiele

Kostenlos mitmachen
und mit etwas Glück
jetzt gewinnen!

Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Anzeige
Mehr aus KN-Kommentare 2/3