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Bodo Stade zu Gerüchten

Kommentar Bodo Stade zu Gerüchten

Es wäre zu schön gewesen, wenn der Schrecken der Silvesternacht möglichst weit von uns entfernt geblieben wäre. Doch die Wahrheit ist eine andere: Sexuelle Gewalt macht nicht an Landesgrenzen halt. Auch in Kiel und Flensburg ist es offenbar zu Übergriffen auf Frauen gekommen, die durch nichts zu entschuldigen sind.

Und auch hier sind nun mal auch junge Flüchtlinge verdächtig. Deshalb ist natürlich nicht jeder Ausländer automatisch ein Täter. Der mit Abstand größte Teil der 1600 Sexualdelikte im Jahre 2014 ging auf das Konto deutscher Männer. Kiel ist deshalb auch noch lange nicht Köln. Und dennoch: Auch diese Taten müssen mit allem Nachdruck verfolgt werden.

 Die Landespolizei scheint dazu entschlossen. Sie hat sich offen und transparent geäußert, nennt Ross und Reiter. Das verdient Respekt und hat übrigens nichts mit einer pauschalen Verurteilung zu tun. Im Gegenteil: Es ist die einzige Chance, um in einer unübersichtlichen Gemengelage das notwendige Vertrauen in die Staatsgewalt aufrecht zu erhalten. Wie gefährlich instabil die Stimmung ist, zeigen nicht zuletzt die haarsträubenden Geschichten über kriminelle Ausländer, die gezielt in die Welt gesetzt werden – und von vielen Menschen im festen Glauben erzählt werden, dass sie von der Polizei wahrscheinlich unter der Decke gehalten werden.

 Gegen diese Lügen hilft nur schonungslose Wahrheit. Auch wenn sie weh tut.

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Bodo Stade
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